Geben und Nehmen – so einfach geht das

„Zeigen, wie mit wenig Geld Hilfe möglich ist“: Marco Scheffler, mit Sohn Noah (6), und Astrid Hempfling vom Eimsbütteler Salon eröffneten „Die Wechselstube – Geben und Nehmen in Eimsbüttel“. In der Methfesselstraße 65 kann jeder Sachen ablegen und mitnehmen. (Foto: fh)

In Eimsbüttel gibt es jetzt die „Wechselstube“

Frauke Heiderhoff, Eimsbüttel – Wer ein paar Dinge einfach nicht mehr braucht und anderen damit noch eine Freude machen möchte, kann jetzt zur „Wechselstube“ gehen. „Geben und Nehmen“ lautet das Motto der Aktion des Eimsbütteler Salons. Gastronom Marco Scheffler stellt vor seiner Bar in der Methfesselstraße 65 eine Fläche von insgesamt 15 Quadratmetern für die soziale Tauschbörse bereit. Rund um die Uhr – 24 Stunden am Tag – kann jedermann auf Tischen alte und neue Sachen loswerden und damit anderen eine Freude bereiten. Im Gegenzug dürfen sie brauchbare Gegenstände selber mitnehmen.
„Wir möchten zeigen, für wie wenig Geld Hilfe möglich ist“, so Mitinitiator Scheffler. Voraussichtlich bis Mai hat er vor seiner Bar Platz für die Aktion. „Sinn ist es auch, Müll zu vermeiden, nicht so viel wegzuschmeißen und seine Dinge Menschen zu geben, die es gebrauchen können“, so Mitinitiatorin Astrid Hempfling.
Rentnerin Elfi Blank hat auf den Tischen ein Deko-Spiegelset gefunden. „Das gefällt mir gut, dass nehme ich mit“, so Blank. Auch Frührentnerin Tina Strese findet die Idee der Tauschbörse „super“: „Es ist schön, dass die Einrichtung mal nichts mit Geld zu tun hat.“ Insgesamt hält Strese von ihren Stadtteilnachbarn sowieso viel: „Ich habe hier schon oft gesehen, dass die Leute etwas vor ihre Haustür stellen und dazu schreiben ,Zu verschenken’.“
Auch Betriebswirtin Sylvia Waje gibt gerne etwas ab: „Meine ganze Wohnung ist voll Sachen.“ Sie freut sich, wenn noch jemand etwas davon hat.
Die Wechselstube ist mit viel Herz eingerichtet worden: Die unterschiedlichsten Dinge finden sich unter einer bedachten Fläche, darunter Kunstbücher, Tücher, Spiele, Bücher, Kuscheltiere und Modeschmuck. Über den Tischen hängen Bilder mit Aufschriften wie „Freundlich macht Dich schön“ und „Love, peace and flowers – mögen alle Menschen glücklich sein“. In einem goldenen Buch können Tauschfreunde eintragen, was sie sich wünschen – und dafür im Gegenzug eigene Gaben zur Verfügung stellen.

Die Spielregeln


Die Gaben sollen nicht in Tüten verpackt abgegeben werden. Jeder soll sich nur nehmen, was er für sich und seine Nachbarn benötigt. Sind die Tische voll, bitte nichts mehr abgeben. Abgelegt werden soll nur Brauchbares, kein Müll. Die Wechselstube ist eine Aktion des Eimsbütteler Salons, eines lockeren Zusammenschlusses von Engagierten aus dem Stadtteil.
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