Gastronomie einmal anders betrachtet

Wer kennt ihn nicht, den Etikettenschwindel in der Gastronomie. Es gibt ihn fast in jeder Straße. Da offerieren sich beispielsweise italienische Lokale, deren Inhaber ein Türke ist, der Koch Inder oder aus Ghana und das Servicepersonal stammt aus Rumänien oder der Slowakei. Doch was stört daran? Für meinen Teil ist diese multikulturelle Gastronomie solange in Ordnung, solange etwas Vernünftiges dabei herauskommt. Mir ist jedenfalls wichtiger als die Nationalitätenfrage, dass ich mich in einem Lokal wohlfühle, das Essen schmeckt und der Service freundlich, aufmerksam und zuvorkommend ist. Ich habe leider schon so manches hochgelobtes Lokal erlebt, wo das Preis-/Leistungsverhältnis überhaupt nicht stimmte, das Servicepesonal inkompetent, dafür aber vornehmer als der Gast war und der Koch Nachhilfe benötigt hätte.
Die Hamburger Gastronomie zeichnet sich durch einen sehr hohen Anteil ausländischer Inhaber aus. Über 70 Prozent der Gastronomiebetriebe werden von Staatsbürgern mit Migrationshintergrund betrieben. Dieser Tatsache verdankt Hamburg seine Internationalität auf dem Gastronomiesektor. Nicht nur wir Hamburger, sondern auch die Gäste unserer Stadt wissen dies zu schätzen. Deshalb ist es letztlich auch egal, wer an welcher Stelle seinen Job macht. Ich habe mich jedenfalls gefreut, als kürzlich in meiner Nähe ein türkischer Gastronom ein Lokal mit typisch deutscher Küche eröffnete. Und das Beste daran war, als ich es aufsuchte: Es hat auch noch vorzüglich geschmeckt!
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