Ganztags lernen: Guter Start, aber die Küche fehlt

Stolz auf ihre praktischen Rucksäcke: Lara, Elif (vorne, v.l.), Lisa, Adrian, Hendrik und Paulina (hinten, v.l.) gehen in die Ganztagsschule Molkenbuhrstraße. Fotos:cv
Lara mag das Essen am liebsten, Adrian findet die Ausflüge auf den Bauspielplatz klasse, und Paulina lernt gern Englisch. Drei Stimmen aus der Schule Molkenbuhrstraße. Seit Mitte August verbringen die insgesamt 145 Kinder auch die Nachmittage in ihrer Schule – montags und mittwochs gibts bestimmte Kurse, dienstags und donnerstags gibts Fachunterricht. Trotz relativ kurzfristiger Vorbereitung ist die Ganztagsschule gut gestartet, bilanziert Leiterin Gabriele Günther.
Rugby, Bauchtanz, Türkisch, Ausflüge auf den Abenteuerspielplatz: Für die interessanten Kurse am Nachmittag hat die Schule etliche Kooperationen geschmiedet. In einem Raum beim Küchentrakt ist extra ein Büro eingerichtet worden, in dem sich die Lehrkräfte mit den Erziehern und Kursanbietern abstimmen.
Doch die Küche ist derzeit auch das größte Problem an der Schule: „In den Ferien sollte mit dem Umbau begonnen werden. Das hat nicht geklappt“, sagt Günther. Neue Möbel sind zwar da, aber rundherum siehts noch ziemlich notdürftig aus. Größtes Manko: Eine Küchenzeile fehlt. In dem vorgesehenen Raum stehen ein paar Tische mit Gläsern und Karaffen darauf, daneben ein eilig angeschlossener Geschirrspüler. Das Essen wird geliefert, sollte aber in der Schule – gemeinsam mit den Kindern – in Portionen für die Gruppen aufgeteilt werden. Geht aber nicht, wenns noch nicht mal eine Arbeitsfläche gibt.
Jetzt heißt es improvisieren. Denn auch die sechs eingeplanten Servicekräfte sind nicht da. „Die Verträge sind nicht zustande gekommen. Warum, wissen wir nicht“, sagt Günther. Zuständig ist die Schulbehörde. Doch von der gabs keine Antwort auf die Wochenblatt-Anfrage.
Von Schulbau Hamburg, zuständig fürs Gebäude, heißt es, dass gar nicht vorgesehen war, den nötigen Umbau zum Schuljahresbeginn fertig zu haben. Und es kann noch einige Monate dauern. Endgültig soll Ende Oktober über die Bauarbeiten entschieden werden, so Daniel Stricker, Sprecher der zuständigen Finanzbehörde.
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