G20-Gipfel: Hamburg hinter Zäunen

Absperrung an der Bahnstrecke nahe den Messehallen: Die Polizei will Blockaden nahe des Tagungsorts vermeiden.

Absperrgitter und Staus: Tipps zu den Gipfeltagen

Kilometerlange Zäune, Absperrungen, Wasserwerfer und Tausende Polizisten: Zum G20-Gipfel am Freitag und Sonnabend, 7./8. Juli, verwandelt sich Hamburg in eine Mischung aus Sperrzone und Truppenübungsplatz. Was für Anwohner, Berufstätige und Pendler wichtig ist.

❱ Der Tagungsort in den Messehallen wird komplett abgeschirmt. Umliegende Straßen im Karolinenviertel und der Park Planten un Blomen gehören zur erweiterten Sicherheitszone. Hier dürfen nur Anwohner und Mitarbeiter von ansässigen Betrieben rein, es gibt mehrere Kontrollstellen.

❱ Spätestens ab Donnerstag braucht viel Geduld, wer in das Karolinen- und Schanzenviertel oder in die Innenstadt will. Wer keine Lust auf massive Polizeipräsenz, volle Züge oder Stau und Verkehrsbehinderungen hat, sollte einen großen Bogen um die Innenstadt und die Bereiche rund um die Messehallen machen. Etliche Straßen sind gesperrt – zum Beispiel die Schröderstiftstraße, An der Verbindungsbahn und die Karolinenstraße.

❱ In einem Korridor von 38 Quadratkilometern zwischen Flughafen, Messe und Innenstadt wird der Verkehr immer wieder gestoppt, wenn Kolonnen der Gipfel-Delegationen durch die Stadt fahren. Staugefahr! In dem Korridor gilt ein Demonstrationsverbot, über dessen Rechtmäßigkeit noch ein Gericht entscheiden muss.

❱ Der Straßenverkehr wird teilweise massiv eingeschränkt, Hamburger und Gäste sollten U- und S-Bahnen nutzen.Buslinien in die Innenstadt werden unterbrochen, Fahrgäste sollen an Bahnstationen umsteigen. Zum Beispiel am Schlump (von der Buslinie 4), an der Hoheluftbrücke (von der Buslinie 5) oder an der Feldstraße (von der Buslinien 3 und 6).

❱❱ www.polizei.hamburg/g20-gipfel-in-hamburg/
❱❱ www.hvv.de


Was ist G20?


G20 ist die Gruppe der einflussreichsten Industrie- und Schwellenländer. Seit 1999 treffen sich die Länder, um über Handels- und Finanzthemen, Klimapolitik oder Armut zu beraten und gemeinsame Positionen zu finden. Vertreten sind unter anderen die USA, Russland, Deutschland, Frankreich, China, Japan, Saudi-Arabien oder Argentinien. Kritiker sehen in der G20-Runde eine informelle Gruppe, die Weltpolitik macht, ohne eine rechtliche Basis wie die Vereinten Nationen vorweisen zu können. Deutschland hat derzeit den Vorsitz der G20, Kanzlerin Angela Merkel will in Hamburg vor allem für Klimaschutz und Entwick-lungshilfen werben.

G20 in Zahlen

40

Staats- und Regierungschefs treffen sich zum G20-Gipfel

4.800

Journalisten aus 65 Ländern berichten

6.500

Mitarbeiter bringen die
Teilnehmerländer mit


19.000

Polizisten sind im Einsatz


130.000.000

Euro kostet der Gipfel,
zurückhaltend geschätzt
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