Friederike (5) spielt schon mal Schule

Freut sich auf ihren Start in der ersten Klasse der Grundschule Tornquiststraße: Friederike (5). Foto: ML

Die Eimsbüttelerin wird am Dienstag eingeschult – und will
künftig ihrer Mutter manchmal vorlesen

Maren Langenbach, Eimsbüttel

Morgens, acht Uhr, bei Familie Klug in Eimsbüttel. Es klingelt an der Tür, Jens Klug öffnet. „Hallo Papa, ich komme aus der Schule“, sagt Friederike und grinst. Die Fünfjährige steht vor ihrer eigenen Haustür, den blauen Ranzen mit den Sternen und den Elfen-Stickern auf dem Rücken. „Na, dann komm mal rein, du Schulkind“, sagt Jens Klug und lächelt seine Tochter an. „Schule und vom Unterricht nach Hause kommen – das spielt sie im Moment am liebsten.“
Und ein bisschen proben für den Ernstfall schadet ja nie, schließlich ist es am Dienstag, 6. September, soweit: „Ich werde eingeschult und komme in die erste Klasse. Klasse 1b, das weiß ich schon. Die Schule heißt Tornquiststraße“, sagt Friederike stolz. Gut, den Schulweg wird das Mädchen mit den hellblonden Haaren und den blauen Augen wohl erstmal nicht allein gehen. Trotzdem möchte sie am liebsten schon jetzt anfangen, zu lernen.
„Ich freue mich sehr darauf, bald schreiben und lesen zu können“, erzählt Friederike. „Und darauf, auch mal Mama was vorzulesen. Das habe ich ihr versprochen. Sonst liest sie mir ja immer was vor.“ Ihren Namen kann die Eimsbüttlerin bereits schreiben. Zumindest die Kurzform „Fritzi“. „Doch eigentlich heiße ich Friederike. In der Kita haben mich alle Fritzi genannt, das war ok. Aber jetzt sollen alle Friederike sagen.“
Ein neuer Lebensabschnitt, ein neuer Name – ein wichtiger Schritt, wenn man groß wird. Von der Kita hat sie sich schon verabschiedet: „Wir haben Schokokuchen mit Smarties mitgebracht. Und als die Kita aus war, haben Mama und Papa mir einen großen Luftballon mit einer Schultüte darauf geschenkt. Das war toll!“, erinnert sich Friederike, die im Oktober sechs Jahre alt wird.
Damit gehört sie zur Gruppe der so genannten „Kann-Kinder“. Die haben nach dem 30. Juni Geburtstag und werden damit vorzeitig, also vor dem sechsten Geburtstag, eingeschult – vorausgesetzt, sie bestehen den Schultest. „Und das hat sie ohne Probleme. Also sind wir auch sicher, dass sie die Schule gut meistern wird“, sagt Wibke Klug. Fünf oder sechs Jahre, Friederike ist das wurscht: „Ich freue mich schon auf meine Schultüte. Und auf meine Lehrerin. Hoffentlich ist die nett.“
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