„Flüchtlinge sind willkommen!“

Bezirksamtsleiter Dr. Thorsten Sevecke und Johanna Westphalen aus der Behörde für Inneres und Sport informierten die Bürger über die geplante Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge.

Neue Flüchtlingsunterkunft in der Vogt-Kölln-Straße eröffnet noch im August –
Anwohner sichern Unterstützung zu.

Von Simon Hill, Stellingen
Auf einem Parkplatz in der Vogt-Kölln-Straße – Höhe Informatikum – entsteht in den kommenden Wochen ein Standort zur Unterbringung von 400 bis 600 Flüchtlingen. Das gaben Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke und Johanna Westphalen aus der Innenbehörde in einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Haus für Jugend, Kultur und Stadtteil Stellingen bekannt. „Im Moment geht es nur darum, Plätze zu schaffen“, so Johanna Westphalen, Leiterin des Einwohnerzentralamts, dem auch die Zentrale Ausländerbehörde unterstellt ist.
Die Unterkunft in der Vogt-Kölln-Straße dient den Flüchtlingen als Zentrale Erstaufnahme direkt nach ihrer Ankunft. Dort werden Wohncontainer und möglicherweise auch einige Zelte aufgestellt. Einen Betreiber für die Anlage hat die Stadt bislang noch nicht gefunden. Sie verhandelt derzeit mit mehreren Hilfsorganisationen, um die Unterkunft schnellstmöglich in Betrieb nehmen zu können.
Die Bürger im Stadtteil scheinen den Planungen weitgehend positiv gegenüberzustehen. Nur vereinzelt waren während der Informationsveranstaltung negative Stimmen zu hören: „Das bezahlen wir mit unseren deutschen Steuergeldern!“, so ein Mann mittleren Alters. Mit dieser und ähnlichen Äußerungen stieß er bei der Mehrheit der Zuhörer jedoch auf Ablehnung.
Denn viele Bürger nutzten die ausführliche Fragerunde, um sich nach Möglichkeiten ehrenamtlicher Hilfe zu erkundigen und der Unterbringung ihre Unterstützung zuzusichern: „Die Flüchtlinge sind hier willkommen!“, sagte Cornelia Mertens vom Bürgerhaus Stellingen.
Sie wolle alle Stellinger Einrichtungen, neben dem Bürgerhaus zum Beispiel auch das Bürgerkommitee und den Bürgerverein, zur Unterstützung auffordern. Vertreter des Fachbereichs Informatik der Universität Hamburg, die den Parkplatz derzeit nutzt, boten ebenfalls ihre Hilfe an.
Einen genauen Termin für die Eröffnung der Flüchtlingsunterkunft gibt es noch nicht. Geplant ist aber, die ersten Flüchtlinge im August aufzunehmen. Die Ansiedlung der Sportplätze auf der anliegenden Fläche sei von Unterbringung jedoch nicht betroffen, so Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke.
Täglich kommen in Hamburg bis zu 400 Menschen an, die hier Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen. Die Stadt benötigt daher dringend Plätze, um ihnen ein Dach über dem Kopf bieten zu können.
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