Florapark: Mehr Aktionen sollen Dealer stören

Im Florapark soll mehr los sein, um die Drogendealer zu stören: Der Verein Kilimanschanzo will in dieser Saison vermehrt Klettertouren am Bunker anbieten. (Foto: cvs)

Das Rezept gegen Drogenhandel: Bezirk will Veranstaltungsprogramm ausweiten

Christopher von Savigny, Sternschanze – Im Kampf gegen den gestiegenen Drogenkonsum und -verkauf im Florapark setzt der Bezirk auf die Feierlaune der Bevölkerung: So soll das Veranstaltungsprogramm erweitert werden. Geplant ist, dass örtliche Initiativen wie der Verein Kilimanschanzo mehr Klettertouren am Bunker anbieten. Das Jesus-Center wird zweimal wöchentlich Spieleaktionen für Kinder veranstalten. Im Juni steht ein großes Kinderfest auf dem Programm. Zudem will die Freiwillige Feuerwehr ihre Übungen vermehrt im Park abhalten. Das ist das Ergebnis eines Runden Tisches, an dem Anwohner sowie Vetreter von Feuerwehr, Bezirksamt und Gesundheitsbehörde teilgenommen haben. Für die Umsetzung der Maßnahmen haben das Bezirksamt und die Umweltbehörde 60.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Einer Anfrage der CDU in der Bürgerschaft zu Folge hat sich der Florapark innerhalb der letzten zwei Jahre zu einem Zentrum der Drogenkriminalität entwickelt. „Ein vergleichbarer Brennpunkt ist den zuständigen Behörden derzeit nicht bekannt“, heißt es in der Antwort des Senats. Demnach ist der Besitz von Betäubungsmitteln in diesem Zeitraum von 39 auf 116 Fälle angestiegen, der Handel von 13 auf 70 Fälle. Vorwiegend gehe es dabei um Cannabisprodukte (Marihuana). Als eine der möglichen Ursachen wird die Unübersichtlichkeit und die schlechte Ausleuchtung des Parks genannt.
Seither ist schon einiges passiert: Bäume und Sträucher wurden beschnitten, neue Lampen angebracht. Weitere Aktionen, zum Beispiel durch die Feuerwehr, sollen Junkies und Dealer abschrecken. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass derartige Maßnahmen durchaus guten Erfolg haben können“, sagt Kerstin Godenschwege, Sprecherin des Bezirksamts Altona. Wichtig sei aber auch, dass ein möglichst dichtes Veranstaltungsprogramm zustande komme.
Auch die Polizei hat auf den gestiegenen Drogenhandel im Florapark reagiert: „Wir gehen vermehrt Streife, erteilen im Bedarfsfall Platzverweise und stellen Drogen sicher“, sagt Polizeisprecherin Ulrike Sweden. „Das Problem kann die Polizei aber nicht alleine lösen.“

Pflanzaktion
Am Freitag, 26. April, ist in der Zeit von 16 bis 19 Uhr eine öffentliche Pflanzaktion im Florapark geplant. Schulen und Kindergärten können Patenschafte für Beete übernehmen.
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