Flohjagd in Saga-Häusern in Hoheluft

Kampf der Flohplage: Ein Kammerjäger rückte am Freitag erneut an, um Saga-Wohungen in der Gärtnerstraße zu behandeln.

Gärtnerstraße 23: Bewohner werden seit Wochen von Flöhen geplagt – Kammerjäger mehrmals im Einsatz

Weißer Schutzanzug, Atemmaske, blaue Handschuhe: Wohnung für Wohnung sprüht der Kammerjäger in der Gärtnerstraße 23 in Hoheluft mit einem Flohkiller ein. In dem kleinen Saga-Wohnblock im Hinterhof werden Mieter seit Wochen von Flöhen gebissen. Etliche Bewohner klagen über rote Pusteln und ju-ckende Stellen.
„Mich lassen sie in Ruhe, aber meine Freundin ist ganz zerbissen von den Flöhen“, sagt ein Bewohner. Ist er durchs Treppenhaus im Freien, guckt er erstmal gründlich auf Hosenbeinen, Socken und Schuhen nach, ob da noch die kleinen Viecher sitzen. Im Treppenhaus lauern die nur einige Millimeter großen Hüpfer, springen auf Menschen auf, die vorbeilaufen.
Der Übeltäter ist ein Hundefloh, der aber auch Menschenblut lecker findet. Als Quelle wird die Wohnung eines 74-jährigen Mannes vermutet. „Wir konnten die Flöhe dort unter der Tür rauskriechen sehen“, so ein Nachbar. Die Tierchen legen schnell viele Eier und vermehren sich rasend. Verbreitet haben sie sich auch über den Keller. Der 74-Jährige lagerte dort einen flohverseuchten Teppich ein. Da die Kellerräume miteinander verbunden sind, konnten die Hüpfer so auch in die anderen Häuser gelangen.
„Es ist eine Sauerei, dass die Saga uns nicht rechtzeitig informiert hat“, klagt Mieterin Susanne T. aus dem Nachbarhaus. Schon vor einiger Zeit habe es Stippvisiten gegeben, aber von Flöhen sei da keine Rede gewesen.
Saga-Sprecher Michael Ahrens kontert, dass in dem Haus von Susanne T. das Problem zunächst nicht akut war. Erst am 6. August habe es dort eine Flohmeldung gegeben. Er räumt aber Verzögerungen ein. „Das tut uns leid.“
So oder so: Der Kammerjäger hat wohl noch einige Zeit in der Gärtnerstraße 23 zu tun.

Was die Saga gegen die Flöhe machte

Der Kammerjäger ist seit Anfang August verstärkt im Einsatz in der Gärtnerstraße 23. Drei Häuser des kleinen Hinterhofkomplexes sind betroffen. Die ersten Flöhe wurden am 13. Juli gesichtet. In wie vielen Wohnungen die Hüpfer unterwegs sind, ist nicht klar, es gibt widersprüchliche Angaben. Laut Saga-Sprecher Michael Ahrens meldeten sich zehn Mieter mit einem Flohproblem. Bis Freitag voriger Woche (10. August) wurden insgesamt acht Wohnungen desinfiziert, zudem Treppenhäuser und Keller. Laut Ahrens hat der Kammerjäger nur in zwei Wohnungen Flöhe gefunden.
Hundeflöhe sind etwa zwei bis vier Millimeter lang, können bis zu 50 Zentimeter weit und 25 Zentimeter hoch springen. Wie der Name sagt, befallen sie normalerweise Hunde und saugen deren Blut. Sie beißen aber auch Menschen, wenn sie sonst keinen Wirt finden. Die punktförmigen Biss-Stellen jucken stark und können sich entzünden.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.