Fahrradstation Grindel hofft auf neue Stellen

Hoffen auf neue Ein-Euro-Jobber: Werkstattchef Thorsten Rusche und Projektkoordinatorin Grietje Bergmeyer (einfal GmbH). (Foto: cvs)

500 zusätzliche Ein-Euro-Jobber für ganz Hamburg – Campus-Werkstatt will sich bewerben

Von Christopher von Savigny, Grindel – Frust in der Fahrradstation Dammtor-Rotherbaum: Ende 2011 musste die Einrichtung fast ihre gesamte Belegschaft entlassen. Betroffen waren 20 Ein-Euro-Kräfte, deren Weiterbeschäftigung aus Kostengründen nicht mehr genehmigt worden war. Doch nun gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer: Denn die zuständige Stelle, das Jobcenter team.arbeit.hamburg, hat nochmal 500 Arbeitsgelegenheiten ausgeschrieben, auf die sich die Bezirke bewerben sollen. Für den Stadtteil Rotherbaum sind 25 Stellen im Lostopf. „Ob es klappt, weiß ich nicht“, sagt Grietje Bergmeyer vom Beschäftigungsträger einfal, der die Radstation betreibt. „Aber wir werden uns bewerben.“
Die Anzahl der Ein-Euro-Jobs war für die Hansestadt von ursprünglich 6.500 (2011) auf 3.900 (2012) zusammengekürzt worden. Etliche gefördete Einrichtungen mussten schließen oder – wie die Fahrradstation – mit halber Kraft weiterarbeiten. Die Aussicht auf neue Jobs stimmt die Betroffenen wenigstens ein bisschen optimistisch.
Kunden können hier ihre Drahtesel reparieren lassen oder auch selbst auf Vordermann bringen. Man kann Räder kaufen oder leihen oder im angeschlossenen Fahrradparkhaus unterstellen. Stellen sollen laut Bergmeyer im Bereich Fahrradrecycling vergeben werden, strenggenommen macht die Fahrradstation das eher nicht.
Werkstattleiter Thorsten Rusche ist deshalb nur bedingt hoffnungsvoll. „Wie sollen wir bei 500 Plätzen was abkriegen?“, fragt er. Die Kunden seien inzwischen genervt, weil sie bei der Selbsthilfe keine Unterstützung mehr bekämen. „Zurzeit habe ich nur noch zwei Lehrlinge und einen Mechaniker, der aber Ende März aufhört.“ Den Mut will er dennoch nicht verlieren: „Irgendwie werden wir durchkommen!“
Die Stellen sind ab dem 28. März für ein Jahr ausgeschrieben – anschließend beginnt die Bewerbungsrunde von vorne. In der Bezirksversammlung hat sich die GAL für den Erhalt der Fahrradstation stark gemacht: „Für die Zeit danach muss eine neue und dauerhafte Lösung gefunden werden“, fordert Anna Gallina, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion.
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