Es kracht immer wieder in Stellingen

Anwohnerin Ingrid Niehusen wollte in die Straße einbiegen, da krachte es. Totalschaden an ihrem Fahrzeug. (Foto: fh)

Wördemanns Weg: Parkende Autos versperren die Sicht

Frauke Heiderhoff, Stellingen – Anwohner Albert Weisshaar hatte vor der Gefahrenquelle am Wördemanns Weg gewarnt. Nun ist es passiert. Es hat gekracht. Und zwar gleich zweimal innerhalb weniger Wochen. Der Sachschaden: 15.000 Euro. Die Anwohner zeigen sich verärgert und besorgt. „Wir sind sehr froh, dass es noch zu keinen Personenschäden gekommen ist“, so Ingrid Niehusen.
Sie wollte am 12. April von der Auffahrt zwischen Wördemanns Weg 76 und 78 auf die Hauptstraße fahren. Doch die parkenden Autos versperrten ihr die Sicht. Niehusens Fahrzeug wurde gerammt, eine junge Frau brauste mit ihrem Wagen deutlich zu schnell heran. Niehusens Auto schleuderte fünf Meter durch die Gegend. Die Versicherung will den Schaden in Höhe von 9.000 Euro nicht zahlen. „Ich muss mir nun selber ein neues Auto kaufen“, erzählt Niehusen.
Auch Albert Weisshaar wurde hier – wie einige andere – in einen Unfall verwick-elt. Weisshaar: „Obwohl die Schuld nicht bei mir lag, hat die gegnerische Versicherung es bis heute nicht für notwendig empfunden, den Schaden in Höhe von 3.000 Euro abzuwickeln.“
Doch auch das Einbiegen vom Wördemanns Weg in die Auffahrt ist gefährlich: Fußgänger und Fahrradfahrer werden zu spät erkannt. „Generell fahren die meisten Autofahrer hier viel zu schnell, 70 statt 50 Stundenkilometer“, weiß Anwohner Thomas Wrage. Seine achtjährige Tochter darf den Zebrastreifen vor der Haustür morgens nicht alleine überqueren. Anwohner Karl Gätjens hat einen besonderen Trick. Der Senior verlässt die Ausfahrt nur gemeinsam mit seiner Frau. „Einer schaut nach links, der andere nach rechts.“
Die Vorschläge der Anwohner: Blitzer oder Verkehrsspiegel auf der gegenüberliegenden Seite anbringen, ein Parkverbot erlassen oder einfach die erlaubte Geschwindigkeit herabsetzen.
Die Polizei hat eine Idee, äußert sich aber nicht zu Details. Zuerst müsse noch das Bezirksamt dazu Position beziehen.
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