Es gibt ein Leben nach dem Logo

Matze Bauer (32) sagt tschüss: Nach zehn Jahren im Live-Musik-Schuppen Logo will er neue Wege gehen – auch um „über den Tellerrand des Logos zu schauen“. Foto: fl

Matze Bauer verließ nach zehn Jahren den legendären Musikclub im Grindelviertel

Von Franco Liccione, Grindel – Er stand fast jeden Abend an der Kasse, die Gäste des Logo kannten ihn. Er gehörte für sie gewissermaßen zum Inventar des Live-Musik-Schuppens an der Grindelallee. Doch nun ist Schluss: Matze Bauer (32) verließ das Logo. „Ich arbeite jetzt seit zehn Jahren im gleichen Betrieb. Ich habe das sehr gerne gemacht, brauche aber langsam Veränderung – ich will über den Tellerrand des Logos schauen.“ Und wo geht’s hin? Genaues möchte er nicht sagen, nur soviel: „Ich werde im Kulturbereich neue Wege gehen und mich nicht nur auf Hamburg beschränken.“
Am Tresen fing alles an – Ende 2001 heuerte Bauer als studentische Aushilfskraft im Musikclub Logo an. Doch aus dem Studentenjob wurde schnell mehr: Er machte eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann und schaffte es 2006 schließlich bis zur Geschäftsleitung. Spätestens von da an war Matze nicht mehr aus dem Logo wegzudenken.
Besonders für seine Crew gehört er fest zum Club. „Schließlich habe ich sie alle selber ausgesucht und sie durch ihr ganzes Studium begleitet“. Ähnlich wie er fingen seine Mitarbeiter als studentische Aushilfen oder Azubis an – und sind bis heute geblieben. Ein bisschen Wehmut ist dabei beim Abschied. „Dennoch haben sie alle verständnisvoll reagiert, auch wenn sie es nicht cool finden, dass ich gehe“.
Nach zehn Jahren Logo stellt sich auch die Frage nach den größten Momenten: „Das kann ich nicht so genau sagen, in zehn Jahren spielt sich viel Routine ein. Besonders toll fand ich es aber, wenn Bands wie etwa ‚Hermano’ oder ‚against me’, die eigentlich in viel größerem Rahmen auftreten, bei uns gespielt haben – einfach nur, weil sie im Logo auftreten wollten.“
Doch auch ohne Matze Bauer wird das Logo bleiben. Zumindest der Name, denn der Live-Musik-Schuppen plant schon seit Jahren einen Umzug. Noch ist kein geeignetes Ausweichquartier gefunden, „doch wir sondieren bereits Flächen“, sagt Matze. Dabei liegt der Crew und auch Matze Bauer besonders eines am Herzen: „Das Logo muss in Eimsbüttel bleiben!“
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