Endlich: Mehr Schutz für langjährige Mieter

Wohnungen in Eimsbüttel-Süd sind begehrt, nun soll der Trend zu Luxusmodernisierungen und teuren Eigentumswohnungen gebremst werden.

Wie Bewohner in Eimsbüttel-Süd vor Verdrängung geschützt werden sollen

Gut vier Jahre hats gedauert, nun gilt eine soziale Erhaltungsverordnung für Eimsbüttel-Süd. Das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was ändert sich jetzt?
Das Bezirksamt hat bei vielen Veränderungen an Wohnungen ein Wörtchen mitzureden – zum Beispiel bei Umbauten oder wenn ein Investor Mietwohnungen zu Eigentum machen will. Die Politik erhofft sich, damit die Preisspirale im Viertel zu dämpfen.

Wie soll das gehen?
Wenn ein Eigentümer das Bad sanieren lassen, neue Grundrisse ziehen oder Wohnungen zusammenlegen will, muss dies vom Bezirksamt genehmigt werden. Das Amt prüft dabei, ob die Wohnungen möglicherweise deutlich teurer werden könnten und so zahlungskräftigere Bewohner anlocken, die weniger finanzstarke verdrängen. Die Stadt hat auch ein Vorkaufsrecht, um Spekulation mit Grundstücken vorzubeugen.

Für welches Gebiet gilt die Verordnung?
Das Gebiet umfasst das Wohnquartier nördlich des Schanzenviertels – in etwa den Bereich zwischen Altonaer Straße, Kleiner Schäferkamp, Schäferkampsallee, Fruchtallee, Doormannsweg und Eimsbütteler Straße. Etwa 11.500 Menschen wohnen in dem Gebiet.

Werden die Mieten eingefroren?
Nein. Die Verordnung kann gewöhnliche Mietsteigerungen nicht verhindern. Es gibt aber Grenzen: Bei bestehenden Verträgen kann die Miete um maximal 15 Prozent in drei Jahren erhöht werden. Für Neuvermietungen gibt es eine solche „Bremse“ bisher nicht.

Warum gelten solche Schutzschirme nicht für ganz Eimsbüttel?
Die Bezirkspolitik will soziale Erhaltungsverordnungen auch für Eimsbüttel-Nord, Hoheluft-West und Stellingen erlassen – aber es fehlt das nötige Personal im Bezirksamt.
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