„Einfach nur doof!“

BU: Eine Hälfte der Kieler Straße ist neuerdings Baustelle – auf der anderen staut sich der Verkehr.

Baustelle Kieler Straße verursacht lange Staus.

Von Christopher von Savigny.
Die Kreuzung Kieler Straße / Sportplatzring stellt Stellingens Autofahrer derzeit auf eine harte Geduldsprobe: Seit Anfang März wird dort gebaut, Staus sind an der Tagesordnung. Vor allam nachmittags reiht sich Stoßstange an Stoßstange. „Von der Innenstadt bis hierher habe ich eine ganze Stunde gebraucht“, schimpft ein Autofahrer. „Ich finde das einfach nur doof!“ Ein anderer ärgert sich über fehlende Umleitungshinweise, ein dritter schlägt vor, die Kreuzung „lieber ein komplettes Wochenende lang dicht zu machen“, um die Bauarbeiten zu beschleunigen.
Noch bis einschließlich Oktober sollen die Umbauarbeiten an einer der größten Kreuzungen der Hansestadt andauern: Die Abbiegespuren werden erneuert, zudem steht eine neue Ampelschaltung auf dem Programm. „Die Bauarbeiten verlaufen planmäßig“, sagt Helma Krstanoski, Sprecherin der Verkehrsbehörde (BWVI). Um Stress und lange Wartezeiten zu vermeiden, rät sie zur Ausweichroute Schnackenburgallee – Holstenkamp – Eimsbütteler Marktplatz. „Auf dieser Strecke wurden Fahrstreifen verändert und Ampelschaltungen so optimiert, dass man zügig vorankommt“, informiert Krstanoski.
An der Kreuzung Kieler Straße / Sportplatzring ist aktuell jeweils eine Hälfte der Fahrbahnbreite abgesperrt. Vor allem in Richtung Hagenbecks Tierpark stauen sich die Fahrzeuge, weil parallel ein Abschnitt der Koppelstraße neu asphaltiert wird – das dauert noch bis Ende Mai. Ausweichen kann man dem Verkehrschaos kaum: Die Abkürzung über Basselweg und Wördemanns Weg wurde durch Sperrungen erheblich erschwert. „Ein typisches Beispiel für eine Fehlplanung“, ärgert sich Autofahrer und Anwohner Jürgen Sibbert. Der Verkehrskollaps sei vorauszusehen.
Dagegen nimmt der Ausweichverkehr im Wohngebiet Randstraße / Gutenbergstraße / Melanchthonstraße / Warnstedtstraße immer weiter zu: „Ab 7 Uhr morgens ist alles ist voll mit Autos“, berichtet Wochenblatt-Leser Bernd Reibschläger. Abhilfe könne eine Einbahnstraßenregelung in Richtung stadtauswärts bringen. „Eine Alternative wäre eine mobile Ampel mit wechselseitigem Verkehrsfluss“, so Reibschläger.
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