Eine Schule zieht um

Vorsicht zerbrechlich: Henriette (7), Lotte (8), Sofia (7, v. l.) und Ben haben sich selbst gleich miteingepackt.

Schule Kielortallee: Erst- und Zweitklässler halfen beim Kistenpacken.

Von Christopher von Savigny.
Sofia (7), Lotte (8), Henriette (7) und Ben (7) sind richtig fleißig: Gemeinsam mit ihrer Betreuerin räumen die Erstklässler der 1c Regale leer und verpacken deren Inhalt in Pappkartons.
Viele Bücher, Schreibmaterial, Computerteile und Spiele sind darunter, aber zuweilen auch lustige Dinge wie vergessene Turnbeutel und einzelne Schuhe. Jetzt, im Sommer, zieht die Schule Kielortallee mit Sack und Pack in ihr Übergangsdomizil, die ehemalige Astrid-Lindgren-Schule in der Bundesstraße (das Wochenblatt berichtete). Und die Schüler packen kräftig mit an.
Wie sieht sie denn aus, die neue Schule? „Ich find' sie cool“, sagt Lotte, die im Herbst in die 2. Klasse kommt. „Vielleicht ein bisschen enger als hier. Aber dafür haben wir 'ne tolle Rutsche und 'ne tolle Schaukel.“
Wenn eine ganze Schule ihren Standort wechselt, bedeutet das für alle Beteiligten einen Mega-Aufwand. „Stellen Sie sich mal vor, Sie ziehen in eine neue Wohnung ein - und das Ganze ungefähr mal 20“, erklärt Schulleiter Frank Behrens, der aufgrund eines drohenden Tohuwabohus in diesem Jahr alle seine 440 Schüler ein paar Tage früher in die Ferien geschickt hat. Immerhin ein Viertel der Schülerschaft, hauptsächlich Erst- und Zweitklässler, nahm das Angebot an, mit Kisten zu schleppen und sich schonmal die neuen Klassenzimmer anzusehen. Denn zuständig für die Einrichtung der neuen Räume sind Schüler und die Lehrer selbst.
Barbara Schmied, Klassenlehrerin der 1c, läuft bereits den ganzen Vormittag mit einem Zollstock in der Hosentasche herum. „Wir waren heute morgen in der neuen Schule und haben ausgemessen“, berichtet sie. Und dann ein Stoßseufzer: „Nur zwei Ste-ckdosen im ganzen Raum. Mal gucken, wie wir damit zurechtkommen!“
Pünktlich zum Schulbeginn Ende August soll der neue Standort an der Bundesstraße fix und fertig eingerichtet sein. Schulleiter Behrens ist froh, dass es endlich losgeht. „Der Baulärm hier war zuletzt wirklich nervig“, sagt er.
Nach der Grundsanierung des Gebäudes an der Kielortallee soll die Schule Anfang 2017 an ihren Heimatstandort zurückkehren.
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