Eine Promenade auf dem A 7-Deckel

Landschaftsarchitekt Jürgen Weidinger erläuterte im Eimsbütteler Verkehrsausschuss seinen prämierten Entwurf für den Deckel in Stellingen. (Foto: rs)

Stellingen: Prämierter Entwurf für Lärmschutzbau wurde vorgestellt

Reinhard Schwarz, Stellingen – Er soll den Anliegern der A7 Ruhe bringen, doch erstmal bringt er - lange vor Baubeginn - jede Menge Unruhe: der Au-
tobahndeckel im Bereich Stellingen. Im Eimsbütteler Verkehrsausschuss wurd ein Entwurf vorgestellt, wie die Deckel-Oberfläche aussehen soll.
Der „Stellinger Deckel“ beginnt hinter der Güterumgehungsbahn und endet an der Kieler Straße. Als besonders brisant gilt dabei der Bereich am Imbekstieg, dessen Bewohner fürchten, dass ihnen die Passanten später vom Deckel nicht nur runter in den Garten, sondern auch in die Fenster im ersten Stock gucken könnten. Landschaftsarchitekt Jürgen Wei-dinger beruhigte: Der Deckel würde etwa 2,20 Meter über die Gartengrundstücke der Imbekstieg-Bewohner emporragen. Eine hohe Hecke („ein üppiger Grünstreifen“) auf der vollen Länge des Imbekstiegs soll Sichtschutz vor neugierigen Blicken der Passanten bieten. Die Anwohner nahmen diese Info mit gemischten Gefühlen auf, zumal ihnen in dieser Frage schon höchst unterschiedliche Zahlen genannt wurden.
Zwischen Wördemanns Weg und Kieler Straße sollen 42 Kleingärten auf dem Deckel platziert werden, allerdings wird es für die Laubenpieper nur 14 Parkplätze geben. Grundsätzlich sei geplant, auf der vollen Länge des Deckels einen Spazierweg – eine „Promenade“ – einzurichten.
Für Landschaftsplaner Weidinger gab es durchaus Lob, bisher selten zu hören in der aufgeheizten Debatte um das umstrittene Lärmschutzbauwerk. „Der Entwurf ist das Beste, was ich bisher gesehen habe“, erklärte Cornelias Mertens (GAL), Sprecherin des Bürgerkomitees Stellingen. „Viele Anregungen der öffentlichen Bürgerbeteiligung sind übernommen worden.“
Der Entwurf geht nun an die DEGES, die Realisierungs- und Planungsgesellschaft für den Deckel. „Falls es später Abweichungen von dem Entwurf gibt, wird der Ausschuss darüber informiert“, so Thomas Pröwrock vom Bezirksamt Eimsbüttel. Den Anwohnern versprach Ausschussvorsitzender Hartmut Obens (Die Linke): „Wir bleiben am Ball.“
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