„Ein leidenschaftlicher Kämpfer“

Grünen-Fraktionsvorsitzender Volker Bulla starb am 20. Mai, er wurde nur 49 Jahre alt. (Foto: pr)

Trauer um Grünen-Politiker Volker Bulla – ein Nachruf

Eine lange Diskussion mit gegensätzlichen Positionen in der Bezirksversammlung Eimsbüttel: Es geht um Wohnungsbau für Flüchtlinge, es geht um Sorgen und Kritik, wie man die Bürger an den Planungen beteiligt. Grünen-Fraktionschef Volker Bulla steigt mit ein. Leidenschaftlich, mit klarer Haltung. Keine drei Wochen später ist er tot, gestorben an einer Krebserkrankung. Wenn es ihm schon länger schlecht ging, hat man ihm das als Außenstehender nicht angemerkt. Er hat sich eingesetzt bis zum Schluss.

Grünen-Mitglied seit 1984, ab 2004 in Eimsbüttel aktiv


Bulla wurde nur 49 Jahre alt. Er stammte aus Steinfurt in Nordrhein-Westfalen, wuchs im Münsterland auf. 1984 trat er den Grünen bei. Seit 2004 engagierte er sich bei den Eimsbütteler Grünen, wurde 2005 zum Kreisvorstand gewählt. Zuletzt war Bulla Fraktionsvorsitzender in der Eimsbütteler Bezirksversammlung. Als gelernter Rechtspfleger arbeitete er seit 2011 beim Landessozialgericht Hamburg.
Eimsbüttel verliert einen engagierten und fachkundigen Bezirkspolitiker, der Konflikten nicht aus dem Weg ging, aber auch gegenüber politischen Kontrahenten nie unfair und polemisch wurde. „Volker war ein leidenschaftlicher Kämpfer für die Stärkung der Bezirke – innerhalb unserer eigenen Reihen genauso wie in der ganzen Stadt. Seine Sachkenntnis und Kompetenz in Fragen der Stadtentwicklung, der Bürgerbeteiligung – auch mit Blick auf Kinder- und Jugendliche – waren jenseits von Parteigrenzen anerkannt und geschätzt“, sagen die Grünen-Landesvorstände Anna Gallina und Michael Gwosdz.
Bulla lebte in Lokstedt und engagierte sich dort zudem im Vorstand des Geschichtsvereins Forum Kollau.
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