Ein Herz für Flüchtlingskinder

Einen Berg prall gefüllter Ranzen haben die Grundschüler der Schule Rellinger Straße für Flüchtlingskinder gesammelt. (Foto: pr)

„Relli“-Grundschüler spenden Ranzen

Sabine Langner, Eimsbüttel

Seit Wochen machen sich die Schüler der Grundschule Rellinger Straße stark für Flüchtlinge und vor allem für deren Kinder. Sie haben demonstriert, Unterschriften an Hamburgs zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank übergeben und einen Sammelaufruf gestartet.
Tagelang konnten Nachbarn, Freunde, Eltern und Lehrer alles abgeben, was man als Schulkind so gebrauchen kann. Die Ausbeute kann sich sehen lassen: „Insgesamt 78 Schulranzen wurden gespendet – gefüllt mit Federtaschen, Trinkflaschen, Turnbeuteln, Sportschuhen... Würde man alle Ranzen zu einem Turm aufeinander stapeln, wäre er sogar höher als die Schule selbst! Zudem wurden drei Fahrräder mit Helmen, Inlineskates, ein Waveboard, diverses Kinderspielzeug sowie Kinderkleidung vor den Ferien in der Schule abgegeben“, vermelden die „Relli“-Schüler stolz.
Ute Hinrichs, Lehrerin an der Schule Rellinger Straße, freut sich sehr, dass die Kinder so viel Engagement zeigen, gerade weil ein gefüllter Schulranzen garantiert nicht zu den Dingen gehört, die die Familien auf ihrer Flucht aus der Heimat mitgeschleppt haben. Aber die Kinder, die hier ankommen müssen zur Schule gehen, wie jedes andere Hamburger Kind auch.
„Für die Flüchtlingskinder hat die Schule einen hohen Stellenwert. Sie lernen hier nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch neue Freunde kennen“, ist Ute Hinrichs überzeugt.
„Sie können hier in einer kindgerechten Umgebung dem tristen Alltag zwischen den Containern entfliehen. Der Schulranzen ist für sie nicht nur dringend notwendig, um die Schulmaterialien zu transportieren, sondern beispielsweise auch um in der dunkleren Jahreszeit einen sichereren Schulweg zu gewährleisten.“
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