Ein Denkmal für Deserteure?

Wann? 04.06.2012 19:00 Uhr

Wo? MUT-Theater, Amandastraße 58, Eimsbüttel, 20357 Hamburg DE
Wer Befehle verweigerte, galt im Nationalsozialismus als Hochverräter: Die Schauspielgruppe „Antikriegsambulanz“ spielt dokumentarische Szenen zum Thema. (Foto: Senenko)
Hamburg: MUT-Theater |

Eimsbütteler Schüler diskutieren mit Politikern im Mut-Theater im Schanzenviertel

Braucht Hamburg ein Denkmal für Deserteure der Wehrmacht? Über diese Frage diskutieren Eimsbütteler Schüler mit Bezirkspolitikern am Montag, 4. Juni, im Mut-Theater, Amandastraße 58. Beginn ist um 19 Uhr.
Die Debatte greift ein Thema auf, das lange ignoriert wurde. Rund 300 Soldaten der Wehrmacht wurden in Hamburg während des Zwei-
ten Weltkriegs hingerichtet, weil sie den Kriegseinsatz
im Dienste des National-
sozialismus (NS)verweigerten. Schüler der Ida-Ehre-Schule haben sich mit diesem Thema beschäftigt. Im Januar war der Zeitzeuge Ludwig Baumann zu Gast in der Schule: Er gilt als der letzte lebende Deserteur der Wehrmacht. Wie er wirbt ein Bündnis aus verschiedenen Vereinen seit ein paar Jahren verstärkt für einen Ort, der an die Opfer der NS-Militärjustiz erinnert.
Die Ida-Ehre-Schüler haben sich in Briefen an Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) für ein solches Denkmal ausgesprochen. Aus diesen Dokumenten lesen sie im Mut-Theater vor. Der Historiker Oliver von Wrochem erläutert Hintergründe zum Thema. Das Schauspielteam „Antikriegsambulanz“ führt ein dokumentarisches Stück auf.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.