Eimsbütteler Chaussee: Parkplätze weg, mehr Charme?

Der Umbau an der Eimsbütteler Chaussee ist abgeschlossen. Der Fußgängerbereich wurde erheblich erweitert, die Fahrradfahrer bekamen Schutzstreifen auf der Fahrbahn. (Foto: fh)

Straße in Eimsbüttel-Süd wurde umgebaut: Lob und Tadel für das neue Antlitz

Frauke Heiderhoff – Die Eimsbütteler Chaussee ist fertig: Nach acht Monaten Umbau präsentiert sich die Straße am Rande des Schanzenviertels in neuem Antlitz. Alles gut? Das Wochenblatt hörte sich vor Ort um.
Breitere Gehwege, Radler haben nun extra Fahrstreifen auf der Straße. Ein paar Parkplätze sind weggefallen, dafür sieht es insgesamt einladender aus als zuvor. Ziele: Die Eimsbütteler Chaussee soll als Geschäftsstraße gestärkt, das Gewerbe in den Erdgeschosszonen gefördert werden.
Allwörden-Ladenbesitzer Farooq Khairzada sieht das Ziel für sich erreicht. Er profitiere von den Parkmöglichkeiten mit nur zweistündiger Aufenthaltserlaubnis. Katastrophal sei allerdings die Situation für die Anwohner. Durch die Bauarbeiten seien Parkplätze weggefallen, und das Zwei-Stunden-Parken sie mit den Bedürfnissen der Anwohner nicht zu vereinbaren.
Ähnlich äußert sich ein Außendienstmitarbeiter. „Nach einer späten stressigen Schicht finde ich keinen Parkplatz. Ich werde die Zweistundenschilder noch absägen“, klagt er. Berufsmusiker Safil Dehmen spricht gar von „verpulverten Geldern“.
Ganz anders sieht Ärztin Dr. Katja Behrens das neue Ambiente. „Die Autos sind hier nicht mehr so dominant.“ Den Umbau bezeichnet sie als „gelungen“. Die Parkplatzsituation sei im Viertel schon immer angespannt gewesen. Kurzzeitstellplätze würden von ihren Patienten geschätzt. Wie Anwohner Sven Veit bedauert sie allerdings das Wegfallen der Recycling-Container. Veit: „Platz ist genug da.“ Das Wegnehmen sei „das Gegenteil von effizienter und bürgernaher Verwaltung“.
Der Umbau der Chaussee zwischen Bellealliancestraße und Amandastraße kostete etwa 1,8 Millionen Euro. Finanziert wurden die Arbeiten aus der Städtebauförderung des Bundes und des Landes. Die Fahrbahn erhielt eine durchgehende Breite von 7,5 Metern, einschließlich der beidseitigen 1,5 Meter breiten Schutzstreifen für den Radverkehr.
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Harald Dwenger aus Eimsbüttel | 29.11.2012 | 19:00  
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