Eimsbüttelbuch: Kompakter Begleiter

Die Trümmerbahn am Eimsbütteler Marktplatz: Nach 1945 wurden hier die Kriegstrümmer nach brauchbaren Backsteinen durchsucht. Später wurde die Fläche bebaut. (Foto: pr)

Interessante Hintergründe zu den Stadtteilen

Um 1895 auf dem Eimsbütteler Marktplatz: Pferde, Ochsen und Hühner werden hier verkauft, es gibt Stände mit Kartoffeln, Gemüse und Krämerwaren. Nebenan steht das letzte Reetdachhaus Eimsbüttels. Ställe am Rande des Platzes: Dort sind die Zugtiere für den Pferdeomnibus untergebracht. Heute rauscht der Verkehr vierspurig an der Ecke vorbei, die einstige Marktfläche ist mit einfachen Riegelbauten aus den 50er und 60er Jahren bebaut. Nur noch der Straßenname erinnert an das, was hier einst stattfand.
Mit dem Eimsbüttelbuch können Leser und Stadtrundgänger Geschichte an etlichen Ecken im Viertel erkunden. Wohnhäuser, Siedlungen, Parks, Straßenzüge, Ausflugsziele, U-Bahn-Stationen, Kirchen oder Schulen: Anhand solcher markanter Stellen vermittelt Autorin Karin Kuppig Hintergründe über die Entwicklung der Quartiere.
Zu insgesamt sechs Rundgängen sind die Stadtteile des Bezirks zusammengefügt. Den Schwerpunkt bildet dabei Eimsbüttel, das in zwei Touren, Nord und Süd, aufgeteilt wird. Recht ausführlich werden auch Hoheluft-West, Stellingen und Lokstedt vorgestellt. Knapper wirds dann schon bei den Randstadtteilen Niendorf, Eidelstedt und Schnelsen.
Stärken des Bändleins sind das kompakte Format (etwa Taschenbuchgröße) und die fundierten baugeschichtlichen Hintergründe. Schwächen sind die teilweise umständliche Sprache und Architekturfachbegriffe, die plastischer hätten erklärt werden müssen. Schade auch, dass die vielen großartigen historischen Bilder wegen des Kleinformats nicht so stark zur Geltung kommen.
Fazit: Trotz kleinerer Mankos alles in allem ein sehr lohnenswertes Buch.

Karin Kuppig
Eimsbüttelbuch
Junius Verlag
ISBN: 9 783 885 064 961
Preis: 16,80 Euro
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