Eimsbüttel: Was muss der neue Bezirkschef anpacken?

Bald Chef von 1.000 Mitarbeitern am Grindelberg: Kay Gätgens ist als neuer Bezirksamtsleiter vorgeschlagen worden. (Foto: Bezirksamt Eimsbüttel)

Kay Gätgens ist der Wunschkandidat der rot-grünen Koalition als Leiter des Bezirksamts

Er kennt das Bezirksamt bestens, leitet eines der wichtigsten Ressorts und dürfte nach seiner Wahl recht zügig loslegen können: Der Eimsbütteler Baudezernent Kay Gätgens soll nächsten Donnerstag (15. Dezember) zum neuen Bezirksamtsleiter gewählt werden. Die rot-grüne Mehrheit in der Bezirksversammlung will ihn.
Auf Gätgens warten eine Menge Baustellen und Probleme. Denn zuletzt hat das bis Ende September von Torsten Sevecke geleitete Bezirksamt bei den Eimsbüttelern immer wieder für Unmut gesorgt, weil es zentrale Aufgaben nicht erfüllen konnte. Nur vier Beispiele.

– Stolperfallen: Es gibt hunderte Stellen im Bezirk, an denen Menschen stürzen, weil Gehwege kaputt sind. Oft wird monatelang nichts ausgebessert.

– Personalmangel im Kundenzentrum: Wer Dokumente braucht, muss mitunter wochenlang auf einen Termin warten.

– Bürgerbeteiligung: Bei den Planungen zum Hörgensweg fühlen sich viele Eidelstedter übergangen.

– Vertreibung: Der Bau eines Zauns gegen Obdachlose am Isebekkanal regte viele Eimsbütteler auf. Nach Protest musste er wieder abgebaut werden.

Was muss Gätgens schnell anpacken? Was ist dringend zu verbessern? Wie kann er das Bezirksamt bürgernäher machen? Was ist Ihr Vorschlag, worum sich das Amt unbedingt kümmern muss?
Schreiben Sie uns! Das Elbe Wochenblatt sammelt Vorschläge, übergibt sie Gätgens und fragt regelmäßig nach, was sich tut.

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Stichwort/Betreff: „Bezirksamtsleiter Eimsbüttel“
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Kritik von der Linken

Für die Linksfraktion gehört der Bezirksamtsleiter von den Bürgern direkt gewählt. Die Partei stört sich am Auskungeln der Bewerber unter den Mehrheitsfraktionen: Noch bevor die Wahl ansteht, verkündet Rot-Grün bereits die Personalie. Der Linken passt nicht, dass im SPD-regierten Hamburg die Bezirksämter mit Verwaltungsbeamten mit Parteibuch besetzt werden, die gegen Senatsvorgaben nicht aufmucken. „Wir erwarten vom Bezirksamtsleiter, sich auch kritisch mit dem Senat auseinander zu setzen, wenn es notwendig ist, zum Beispiel beim Personalmangel in der Bezirksverwaltung oder den knappen finanziellen Rahmenzuweisungen an den Bezirk“, erklärt Zaklin Nastic, Vorsitzende der Linksfraktion. „Kay Gätgens ist ohne Frage persönlich sehr sympathisch und ein hochqualifizierter Kandidat, für die Linke jedoch nicht nonkonform genug, um neue Wege für den Bezirk einzuschlagen, sowohl in Bezug auf die notwendige Demokratisierung des Bezirks Eimsbüttel als auch im Hinblick auf die Rolle des Bezirksamtsleiters“, so Nastic weiter.
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