Eimsbüttel schwächelt beim sozialen Wohnungsbau

Viele neue Wohnungen genehmigt, kaum günstige darunter: Eimsbüttel bleibt hinter den gesteckten Zielen weit zurück.

875 genehmigte Wohnungen, davon 66 geförderte: Die schwache Statistik des Bezirks

Von Januar bis Ende September hat der Bezirk Eimsbüttel insgesamt 875 Wohnungen genehmigt – das sind deutlich mehr als Anfang des Jahres angepeilt wurden. Der Haken: Es sind verschwindend wenig
günstige, geförderte Einheiten darunter. Neu gebaut werden vor allem teure Wohnungen.
Ganze 66 Einheiten sind in Eimsbüttel als geförderte, also „günstige“ Wohnungen genehmigt worden. Das sind 7,5 Prozent in dem entsprechenden Zeitraum. Zum Vergleich: Ursprünglich hatte der SPD-Senat einen Anteil von 30 Prozent geförderten Wohnungen angestrebt. Eimsbüttel liegt also weit hinter den Vorgaben zurück.
In der Statistik der Stadtentwicklungsbehörde sind die Bezirke Nord (1.554 Einheiten), Altona (1.321 Einheiten) und Wandsbek (1.140 Einheiten) Spitzenreiter bei den insgesamt genehmigten Wohnungen von Januar bis Ende September. Dann kommen Eimsbüttel (875), Mitte (618), Harburg (515) und Bergedorf (308).
Eimsbüttels Schwäche im sozialen Wohnungsbau ist Folge des Mangels an verfügbaren Baugrundstücken, vor allem im Kerngebiet sind diese rar. Die meisten sind in Privatbesitz und werden auf dem überhitzten Wohnungsmarkt entsprechend teuer gehandelt. Für Bauherren gibt es somit kaum Anreize,
günstige Domizile zu bauen.
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