Eimsbüttel: Grüne überholen die CDU

Die Kreuze sind gemacht, aber viele Bürger wollten gar nicht: Zur Wahl zur Bezirksversammlung gingen nur 46 Prozent der Wahlberechtigten.

Neu-Auflage der rot-grünen Koalition ist recht sicher

Der große Partner hat stark verloren, der Juniorpartner stark zugelegt – in Eimsbüttel wird es aller Voraussicht nach auf eine Neu-Auflage der rot-grünen Koalition hinauslaufen.
Die Ergebnisse in Kürze: Die Sozialdemokraten stürzten um 9,6 Prozentpunkte auf 33,3 ab, bleiben aber stärkste Kraft. Um fünf Prozentpunkte legten die Grünen zu – von 18,1 auf 23,1 Prozent. Wahlsieger – und die CDU überholt! Die Christdemokraten legten leicht zu – von 21,8 Prozent auf 22,7 Prozent. Viertstärkste Kraft bleiben die Linken – sie mauserten sich von 6,4 auf 9,8 Prozent. Die FDP verliert – von 6,3 Prozent auf 4,5 Prozent. Aus dem Stand errang die AfD 3,9 Prozent, die Piraten scheiterten erneut an der Drei-Prozent-Hürde.
Und nun? Die SPD wird als nach wie vor stärkste Kraft Koalitionsgespräche mit möglichen Partnern führen. Favorisiert wird wie bisher eine Liaison mit den Grünen – es wird recht sicher zu einer Neu-Auflage der bisherigen Koalition kommen.
Was sagen die Parteispitzen zu dem Ergebnis? Milan Pein, SPD-Kreischef in Eimsbüttel, deutet das schlechte Abschneiden der Sozis als Folge der niedrigen Wahlbeteiligung (aktuell 46 statt 60 Prozent in 2011). Offenbar schaffte es die SPD nicht, ihre Wähler an die Urnen zu lo-cken. Aber: „Die SPD ist
stärkste Partei, wir können unsere Politik im Bezirk fortsetzen.“
Da werden die Grünen mehr als ein Wörtchen mitreden. Volker Bulla, Vorsitzender der Eimsbütteler Grünen: „Es gibt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, aber wir reden Klartext miteinander.“ Zum Ergebnis: „Ganz zufrieden und angenehm überrascht“.
CDU-Bezirkschef Rüdiger Kruse findet das Abschneiden seiner Christdemokraten „nicht berauschend“. Aber: „Die Zeit der absoluten SPD-Mehrheit in Hamburg ist vorbei.“
Rot-Grün will Ziele für die nächste Arbeitsphase in der Bezirksversammlung in einem gemeinsamen Workshop festlegen. Ob das noch vor der Sommerpause klappt, ist unklar. Die konstituierende Sitzung der neu gewählten Bezirksversammlung ist am Donnerstag, 19. Juni.


Bezirkswahl - so wählte Eimsbüttel
SPD: 33,3 % (18 Sitze)
CDU: 22,7 % (12 Sitze)
Grüne: 23,1 % (12 Sitze)
Linke: 9,8 % (5 Sitze)
AfD: 3,9 % (2 Sitze)
FDP: 4,5 % (2 Sitze)
Piraten: 2,6 % –
Wahlbeteiligung: 46 %


Europawahl - so wählte Eimsbüttel

SPD: 33,1 %
CDU: 22,9 %
Grüne: 20,6 %
Linke: 8,6 %
AfD: 5,3 %
FDP: 3,9 %
Wahlbeteiligung: 47,7 %
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