Eimsbüttel: Ermittlungen gegen Schlachterei Wagner

Für erstklassiges Fleisch geben Kunden viel Geld aus. Gegen die Schlachterei Wagner in Eimsbüttel wurde der Verdacht erhoben, aufgetaute Ware als Frischfleisch verkauft zu haben. Die Ermittlungen laufen. (Foto: s.media/pixelio.de)

Staatsanwaltschaft lässt Verstöße gegen Lebensmittelvorschriften untersuchen

Die Eimsbütteler Schlachterei Hans Wagner ist ins Visier von Polizei und Staatsanwaltschaft geraten. „Wir ermitteln wegen Verstößen gegen Lebensmittelvorschriften“, sagt Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers. Der Verdacht: Bei Wagners an der Methfesselstraße soll eine Ziege verkauft worden sein, ohne dass ein Veterinär bei einer Fleischbeschau das Tier geprüft und mit einem amtlichen Stempel versehen hätte. Zudem soll eingefrorenes Fleisch aufgetaut und als frische Ware verkauft worden sein. Diese und andere Hinweise gehen offenbar auf die Anzeige eines ehemaligen Mitarbeiters zurück.
Die Schlachterei wird von Hans Wagner und dessen Sohn Michael geführt. Laut Staatsanwaltschaft wurden die Fleischerei, die Wohnungen der Inhaber und ein Zuchthof in der Wilstermarsch (Schleswig-Holstein) Ende April durchsucht.
Aber noch mit anderen Vorwürfen sieht sich der Betrieb konfrontiert. Die Hamburger Morgenpost beruft sich auf Aussagen des ehemaligen Mitarbeiters, der von „Etikettenschwindel“ und „Täuschung“ spricht. Wagner rühmt sich auf seiner Homepage damit, Fleisch von seinem eigenen Hof oder von ihm bekannten Bauernhöfen in Schleswig-Holstein zu verkaufen. Laut dem ehemaligen Mitarbeier soll Wagner hingegen auch Fleisch aus dem Großhandel, aus Namibia oder Neuseeland, einkaufen. Angebliche „B-Ware für Restaurants und Kitas“?, so der Bericht. Wagner sieht sich als Opfer einer „Rufmordkampagne“.
Auf Anfrage des Elbe Wochenblatts wollte sich der Inhaber mit Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren nicht äußern.
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