Eimsbüttel erinnert an Opfer des Nationalsozialismus

Stolpersteine erinnern an Verfolgte des NS-Regimes – Mitte April beginnt ein Monat des Gedenkens in Eimsbüttel.

Lesungen, Vorträge, Aktionen: Monat des Gedenkens – eine Übersicht

Sie wohnten nebenan und verschwanden irgendwann, inhaftiert, deportiert, ermordet: Juden, Kommunisten, Homosexuelle, Demokraten, Andersdenkende. Deutschland in den 30er und 40er Jahren: Der Terror des Nationalsozialismus war in Eimsbüttels Straßen zu Hause. Seit Jahren erinnern eine ganze Menge Initiativen, Einrichtungen und Einzelpersonen an Opfer des NS-Regimes – nun gibt es erstmals einen Monat des Gedenkens.
Die Idee: In dichter Folge sollen die vielfältigen Formen des Erinnerns vorgestellt werden. Es gibt Lesungen, Theaterstücke, Rundgänge, Aktionen mit Schulklassen, Zeitzeugengespräche und vieles mehr. Der Gedenkmonat soll eine „Topographie der lokalen Erinnerungskultur in Eimsbüttel“ verwirklichen, wie es sperrig-wissenschaftlich heißt.
Schirmfrau für den Gedenkmonat ist Steffi Wittenberg, eine jüdische Zeitzeugin. Sie erlebte selbst mit ihrer Familie die Verdrängung der jüdischen Bevölkerung in Eimsbüttel.
Eine Übersicht der Veranstaltungen der ersten Tage:
– „Das ist Esther“, Theaterstück im Alberto-Jonas-Haus, Karolinenstraße 35, Montag, 14. April, 19 Uhr.
– Rundgang zu den ehemaligen Kasernen an der Bundesstraße: Militarismus und NS-verbrechen, Dienstag, 15. April, 18.30 Uhr.
– Eröffnung des Gedenkmonats im Eidelstedter Bürgerhaus, Dienstag, 15. April, 19 Uhr, Alte Elbgaustraße 12.
– Schulklassen erinnern an NS-Opfer in Eimsbüttel, Dienstag, 22. April, bis Montag, 28. April, Anmeldung: GrindelhofHamburg@t-online.de
– „Lasst kein Gras darüber wachsen!“, Putzaktion am Joseph-Carlebach-Platz (Grindelhof), Anmeldung: GrindelhofHamburg@t-online.de
Das komplette Programm im Internet unter: www.gedenken-eimsbuettel.de

Flyer und Broschüren liegen unter anderem im Buchladen in der Osterstraße 171 sowie bei der Heinrich Heine Buchhandlung, Grindelallee 26, aus. SR
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