Eimsbüttel: Besuch von Astronaut Alexander Gerst

Alexander Gerst bei einem Außeneinsatz im All: Knapp sechs Monate verbrachte der deutsche Astronaut auf der Raumstation ISS. Jetzt stattete er seiner Studienstadt Hamburg einen Besuch ab und traf Schüler aus Eimsbüttel. (Foto: ESA)

Kinder der Schule Rellinger Straße treffen Weltraumfahrer an der Uni

Von Christian Hanke, Eimsbüttel
Der Fanclub wartete schon, mit einem Modell der Erde, der Raumstation ISS und bedruckten T-Shirts. „Relli Space Club“ stand darauf. Zehn Mädchen und Jungen der Schule Rellinger Straße trafen im Deutschen Klimarechenzentrum an der Bundesstraße ihr Idol: Astronaut Alexander Gerst. Spitzname: „Astro-Alex“. Es war ein Wiedersehen – schon einmal hatte der deutsche Forscher die Schüler über Raumfahrt informiert.
Mit Hamburg verbindet ihn seine wissenschaftliche Karriere: Der 39-Jährige schrieb seine Doktorarbeit an der Universität. An der Bundesstraße berichtete er von seinem knapp sechsmonatigen Aufenthalt auf der Raumstation ISS von Mai bis November 2014. Seine Mission nannte er „Blue Dot“, benannt nach dem „pale blue dot“ (blassblauer Punkt). So hatte der Forscher Carl Sagan einmal die Erde, vom All aus gesehen, bezeichnet.
Der Vulkanologe und Geophysiker Gerst gehört seit 2009 zum Astronautenkorps der European Space Acency (ESA, Europäische Raumfahrtagentur). Als elfter Deutscher im Weltall flog Gerst an Bord eines russischen Sojus-Raumschiffs mit einer Geschwindigkeit von 28.800 Stundenkilometern zur ISS-Raumstation, die in einer Höhe von 400 Kilometern die Erde umkreist. Gerst begeistert eine wachsende Zahl von Fans für wissenschaftliche Themen und Sichtweisen. Als Blogger aus dem All kommentierte er seine faszinierenden Aufnahmen von der Erde.
Er berichtete von der Arbeit an Bord der Station und schrieb von seinem Blick auf die Erde. In seinen Beiträgen ließ er immer wieder anklingen, wie verletzlich und empfindlich unser Planet doch sei. Für seinen Weltraum-Blog ist Gerst sogar für den renommierten Grimme-Preis nominiert worden. Er ist mittlerweile eine Art Wissenschafts-Popstar geworden.
Und wie ist es nun da oben? Offenbar geht es recht gemütlich und entspannt zu. „Die Schwerelosigkeit ist nicht so auffällig, wie man denkt. Man gewöhnt sich innerhalb weniger Tage daran“, erzählte Alexander Gerst den Schülern. Er freute sich, wieder einmal in der Hansestadt zu sein: „Nach Hamburg zu kommen ist für mich wie nach Hause kommen. Hamburg ist meine Heimatstadt“.
Vor seinem Besuch stellte Gerst ein Foto ein, das die Stadt an der Elbe von oben zeigt. Sein Kommentar: „Wer noch nie in Hamburg abends am Elbstrand gegrillt hat, hat nicht gelebt!“
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