Eimsbüttel bekommt eine neue Pastorin

An ihren neuen Arbeitsplatz in Eimsbüttel bringt Gundula Döring knapp 30 Jahre Berufserfahrung mit. (Foto: cvs)
Hamburg: Apostelkirche |

Gundula Döring setzt auf eine Kirche der Stille

Christopher von Savigny, Eimsbüttel – Das Stichwort heißt Gemeindearbeit: „Ich habe viele Jahre in Projektstellen und als Referentin im Nordelbischen Frauenwerk gearbeitet“, sagt Gundula Döring. „Das waren sehr interessante Tätigkeiten, aber nun freue ich mich auf eine neue Aufgabe!“
Am Sonntag, 21. September, wird Gundula Döring in ihr Amt als neue Pastorin der Gemeinde Eimsbüttel eingeführt (siehe Kasten). Damit tritt die Theologin die Nachfolge von Maren Wisbareit an, die im vergangenen April verabschiedet wurde. Döring komplettiert das sechsköpfige Pastorenteam, das für die zweitgrößte Gemeinde der Nordkirche zuständig ist. „Die Arbeit im Team ist auch etwas, das mich reizt“, sagt Döring. Denn dort könne man ebenso gut gemeinsam Projekte schmieden wie sich als Einzelner auf seine eigenen Aufgaben konzentrieren. „Ich finde es spannend, wie die Gemeinde versucht, sich den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen.“
Zu den Zuständigkeiten Dörings gehören die Seniorenarbeit und ab dem nächsten Jahr die Leitung des Gemeinderats. Außerdem möchte die Pastorin, die knapp 30 Jahre Berufserfahrung mitbringt, Akzente im Bereich Spiritualität setzen, etwa durch das Angebot der „Kirche der Stille“. „Dafür muss man nicht ins Kloster nach Bayern fahren!“, findet Döring. In einer hektischen, modernen Welt sei vielen Menschen die Frage nach dem Sinn des Lebens abhanden gekommen. „Woher komme ich? Warum bin ich hier? Wohin gehe ich, wenn ich sterbe? Das sind keine überholten Fragen“, so die Pastorin.
Zu den Herausforderungen der Gegenwart gehört auch die Austrittswelle aus der Kirche, die Döring mit Sorge verfolgt. „Aber allein mit Klagen kommt man nicht weiter“, sagt sie. In gewisser Weise sei ja die Gemeinde Eimsbüttel mit ihrer frühen Fusion Vorreiterin für andere Gemeinden gewesen. Von den damals vier Kirchen, die im Jahr 1998 zusammengelegt wurden, blieben nur die Christus- und die Apostel-
kirche übrig. Wie spannend Kirche auf der anderen Seite sein könne, davon habe man sich bei der Nacht der Kirchen Anfang September überzeugen können. „Da sind die Besucher richtig geströmt“, freut sich Gundula Döring.

Einführungsgottesdienst am Sonntag, 21. September, um 10 Uhr in der Apostelkirche (Adresse: Bei der Apostelkirche).
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.