Eigentor am Isebek

Hamburg: Isebekkanal | Wer seit Monaten am Isebekkanal spazieren gehen will, der hat die Wahl zwischen Fußbad, Pfützenspringen oder Nutzung des Fahrradweges, was allerdings angesichts des regen Verkehrs lebensgefährlich sein kann. Hat sich die Situation in den letzten Jahren immer wieder entschärft, ist die "Seenplatte" mittlerweile zum Dauerzustand geworden, es sei denn, es gibt eine lang anhaltende Trockenperiode, die eher selten ist.
Dem Bezirksamt ist das Problem seit langem bekannt, weshalb auch mit einer Drainage Abhilfe geschaffen werden sollte. Doch auch dagegen hatte die Bürgerinitiative "Hände weg vom Isebek" etwas, weil diese Maßnahme einen Eingriff in den Baumbestand bedingte. So beantwortet das Bezirksamt jetzt brav die Beschwerdebriefe aufgeregter Bürger, die kein Verständnis dafür haben, dass das Bezirksamt die Hände in den Schoß legt. Die Verantwortlichen haben jedoch gar keine andere Wahl, weil sie vom Entscheid der Bürgerinitiative an die Leine gelegt wurden. So werden wir allesamt damit leben müssen, dass einer der schönsten Spazierwege in Eimsbüttel nur sehr eingeschränkt genutzt werden kann, Fahrradfahrer sich über den zunehmenden Fußgängerverkehr aufregen, und ein Bezirksamt, das zur Untätigkeit verdonnert ist, sich auf beschwichtigende Antworten auf Bürgeranfragen beschränken muss.
Fazit: Hier wurde ein Eigentor geschossen und es sieht ganz danach aus, als ob der Ball nicht so schnell wieder ins Spiel kommt.
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 27.11.2012 | 13:29  
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