Drogenhandel: Florapark schließen?

Stoff für ‘ne Tüte gibts hier: Die Grünfläche hinter der Roten Flora ist seit Monaten Umschlagplatz sogenannter weicher Drogen wie Haschisch und Marihuana. Laut Bezirksamt erinnere das Problem fast schon an die Situation vor zehn Jahren, als im Schanzenviertel an jeder Ecke gedealt wurde. (Foto: rs)

Sternschanze: Behörden, Initiativen und Anwohner wollen Dealer verdrängen

Reinhard Schwarz, Sternschanze – Haschisch, Marihuana, kein Problem! Im Florapark im Schanzenviertel brummt seit Monaten der Drogenhandel. „Die Dealer treten zurzeit recht offensiv bis aggressiv auf, sodass viele Nutzer, vor allem Kinder und Jugendliche, den Park meiden“, heißt es im Bezirksamt Altona. Politik, Polizei und Anwohner suchen nach Lösungen, um die Drogenverkäufer aus dem Park zwischen Schulterblatt und Lippmannstraße rauszukriegen.
„Unsere Entschlossenheit ist sehr groß, die Drogenszene zurückzudrängen“, erklärt eine Mitarbeiterin des Bezirksamts. Seit Monaten befasst sich auch ein Runder Tisch mit dem Dauerproblem. An ihm nehmen Anwohner, Gastronomen, Vereine, Parteienvertreter und Polizei teil.
Einigkeit scheint darüber zu bestehen, dass der Florapark aufgewertet werden soll. Gleichzeitig wollen die Behörden den Verfolgungsdruck gegen die Dealer aufrechterhalten. „Durch ständige Präsenz und Absuche des Geländes mit Diensthunden, die Drogenverstecke erschnüffeln, wird einer Verfestigung der Szene entgegengewirkt“, sagt Polizeisprecherin Ulrike Sweden. „Allerdings“, räumt Sweden ein, „ist das Problem allein mit polizeilichen Mitteln nicht zu bewältigen.“
Verschiedene Maßnahmen würden diskutiert, erklärt Gregor Werner, SPD-Sprecher im zuständigen Regionalausschuss: „Es wird die Möglichkeit erwogen, den Park nachts zu schließen. Der Vorschlag kam vor allem aus den Reihen der Anwohner.“ Zudem könne man den Park so ausleuchten, „dass sich die Dealer dort unwohl fühlen“.
Derzeit würden weitere Aktionen durchgespielt, erläutert die Bezirksamtsmitarbeiterin: „Der Park soll belebt werden, um den Drogenhandel zu verdrängen.“ Vorschläge: Vereine oder Initiativen – zum Beispiel der Kletterverein Kilimanschanzo – weiten ihre Aktivitäten aus oder werden erstmals im Park aktiv.
Oberstes Ziel: „Die Bürger holen sich den Park zurück“, heißt in einem Protokoll des Runden Tisches. Das Problem: Wenn die Händler kurzzeitig aus dem Park vertrieben werden, weichen sie in die umliegenden Straßen und Hauseingänge aus.
 auf anderen WebseitenSenden
4 Kommentare
125
Anne Alter aus Eimsbüttel | 19.01.2013 | 10:39  
87
Rudolf Lessing aus Wilhelmsburg | 30.01.2013 | 13:11  
125
Anne Alter aus Eimsbüttel | 30.01.2013 | 13:17  
6
Hans Mischgoreit aus Altona | 17.08.2013 | 20:17  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.