Die Post kam mehrmals nicht

Viele Geschäftskunden sind täglich auf die Post angewiesen, aber in Lokstedt fiel an zwei Tagen die Zustellung offenbar aus. (Foto: Elisabeth Patzal / pixelio.de)

Lokstedt: Ärger über ausgebliebene Zustellung – Schuld ist angeblich die Grippewelle

Steuerberater Stephan Bornhöft ärgert sich. Zweimal kam in seinem Büro in der Stresemannallee 116 keine Post an. Am 8. und am 12. Februar blieb der Briefkasten leer. Tags darauf war der Zusteller wieder unterwegs und hatte die liegengebliebenen Sendungen zusätzlich zu verteilen. „Für uns ist das Verhalten der Post existenzbedrohend, weil wir wegen der steuerlichen Fristen auf ordnungsmäßige Zustellung angewiesen sind“, klagt Bornhöft.
Der Zusteller habe ihm gesagt, dass ganze Touren tageweise nicht besetzt würden und die Post liegenbleibe, so Bornhöft. Angeblicher Grund: Personaleinsparungen.
Der Steuerberater ist auch wenig angetan von dem Beschwerdeservice des gelben Riesen. „Unsere Beschwerde vom 13. Februar wurde bisher nicht beantwortet. Die Postfiliale Osterstraße hat die Aufnahme der Beschwerde abgelehnt. Es sei ausschließlich die zentrale Hotline zuständig, ich bin in Magdeburg gelandet“, empört sich Bornhöft.
Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt gibt zu, dass an manchen Tagen die Zustellung ausfällt. „Wir haben noch Probleme mit der Grippewelle.“ Den einen oder anderen Tag habe es da Engpässe gegeben. Es komme aber nie vor, dass ein Zustellbezirk gar nicht besetzt werde, beim Lokstedter Fall sei die Tour vermutlich vorher abgebrochen worden. „Wenn höhere Gewalt eintritt, sind wir machtlos“, so Hogardt. Er verspricht jedoch: „Wenn Sendungen liegen bleiben, werden diese am Folgetag vorrangig ausgetragen.“
Der Berg für die Zusteller wächst damit offenbar mehr und mehr.
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