Die Polizei dein Freund und Knöllchenjäger

Hamburg: Eimsbüttel | The same procedure as every day: Pünktlich um die Mittageszeit fährt der Polizeiwagen in der Bismarckstr. vor dem Blumenladen Tonton vor, parkt in zweiter Reihe und die beiden Beamten gehen ihrer Beschäftigung nach. Der Beifahrer sucht einen der im Umfeld reichlich vorhandenen Imbisse auf, um für sich und seinen Kollegen ein Lunchpaket zu holen. Der Fahrerkollege geht derweilen auf Knöllchenjagd, um für seinen Arbeitgeber, die Stadt Hamburg, ein paar Euros in die Kasse zu wirtschaften. Ziel sind nahezu ausnahmslos die Autos, die auf der Südseite (Höhe Moltkestr.) parken. Es handelt sich dabei um leichte Opfer, weil diese in dem guten Glauben handeln, dass sie weder den fließenden Verkehr behindern noch ein Sicherheitsproblem darstellen. In diesem Abschnitt ist die Bismarckstr. nämlich so breit, dass problemlos auf beiden Seiten der Straße geparkt werden kann. Wie breit die Bismarckstr. an dieser Stelle ist, unterstreicht die Tatsache, dass auf der Nordseite sogar in zweiter Reihe geparkt werden kann, ohne dass dadurch eine Verkehrsbehinderung entsteht. Das wissen auch die Beamten zu schätzen. Von daher muss einmal mehr die Frage erlaubt sein, was die Gesetzeshüter antreibt, um gnadenlos auf Knöllchenjagd zu gehen. Mir erschließt sich hier nur ein Grund: Hier soll systematisch Kasse gemacht und das Parken in zweiter Reihe gerechtfertigt werden! Einen anderen Grund sehe ich nicht und das ist eigentlich traurig. Denn es gibt so viel für die Gesetzeshüter zu tun und es gibt ganz sicher andere Herausforderungen, die größte Aufmerksamkeit verdienen.
Warum schreibe ich diesen Artikel? An der Arbeitsweise der hier tätigen Beamten wird sich dadurch sicher nichts ändern. Dafür hoffe ich aber, dass möglichst viele Autofahrer diesen Artikel lesen und gewarnt sind, in diesem Abschnitt der Bismarckstr. ihr Auto für eine Besorgung abzustellen. Denn zu gern würde ich diesen Knöllchenjägern ein Schnippchen schlagen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.