„Die Pfefferkörner“ ermitteln in Lokstedt

Nina (hinten) belauscht zwei Jungs, die einen Einbruch planen. Studio Hamburg drehte am Jugendhaus der Lenzsiedlung Szenen für die Kinder-Detektiv-Serie „Die Pfefferkörner“. (Foto: Romano Ruhnau)

Lenzsiedlung: Studio Hamburg drehte neue Folgen für Kinder-Detektiv-Serie

Cornelia Brammen/Carsten Vitt – Tatort Lenzsiedlung: Hip-Hop-Tänzer Chuoc, Dennis und Ozan schleppen bei einbrechender Dunkelheit geklaute Computer und Handys in das Jugendhaus. Was sie nicht wissen: Sie werden von der 13-jährigen Jessi beobachtet, die von Zuhause weggelaufen ist und im Jugendhaus übernachtet. Panisch ruft Jessi per SMS ihren Freund Max Paulsen zur Hilfe. Kiezjunge Max, ein erfahrener Detektiv, springt auf sein Mountainbike und rast so schnell er kann nach Lokstedt.
Schnitt. „Die Pfefferkörner“, erfolgreichstes Kinderdetektiv-Team der ARD, ermitteln wieder. Regisseurin Andrea Katzenberger klatscht in die Hände – vor Erleichterung und gegen die Kälte. Vor dem Jugendhaus der Lenzsiedlung ist es noch ziemlich frisch in den ersten Märztagen. Hier dreht Studio Hamburg die ersten Szenen für die neue Staffel der Serie.
Dieses Mal am Start: Die alten Hasen Max Paulsen alias Bruno Alexander, ein Eimsbütteler Schüler, Nina Pellicano alias Carolin Garnier sowie Jessi Amsinck und Luis de Lima Santos – die neuen im Team. In Folge 120 geht es um Sparmaßnahmen im Jugendbereich und Jugendkriminalität.
Das ist nicht nur ausgedacht, sondern hat einen echten Hintergrund: Auch im Jugendhaus der Lenzsiedlung wurden zehn Prozent der Gelder (22.000 Euro) für sogenannte offene Angebote gestrichen. Musik- und Tanzkurse für Jugendliche können dieses Jahr nur dank Spenden angeboten werden – 13.000 Euro städtische Förderung fielen weg. Für den Jugendhausbetreiber, den Verein Lenzsiedlung, wird es immer schwieriger, die bisherigen Angebote aufrecht zu erhalten.
Eva-Maria Eiter, seit zehn Jahren Produktionsleiterin bei den „Pfefferkörnern“: „Wir greifen immer wieder brisante Themen auf. Der Kampf um Jugendzentren in Brennpunktgebieten ist so ein Thema.“
Drei Tage wurde in der Lenzsiedlung gedreht. Die Kinder aus der Umgebung waren ständig dabei – es sind ja Ferien. Die elfjährige Milena ist mit ihrer Freundin Lina und zwei Cousins gekommen. Sie möchte selbst auch mal Schauspielerin werden – am liebsten bei den „Pfefferkörnern“.


Die Serie

Seit 13 Jahren kommen die „Pfefferkörner“ Gaunern, Betrügern und Dieben auf die Spur. Die Kinder-Detektiv-Serie wird von Studio Hamburg für den Norddeutschen Rundfunk produziert, die jungen Ermittler haben ihr Hauptquartier in der Speicherstadt.
Für die zehnte Staffel werden jeweils in den Schulferien 13 neue Folgen gedreht – in Lokstedt, Wandsbek, auf St. Pauli und in der Hafencity. Die jungen Darsteller sind jeweils etwa zwei Jahre dabei. Derzeit ist die fünfte Generation der „Pfefferkörner“ auf spannender Verbrecherjagd.
Studio Hamburg FilmProduktion veranstaltet immer wieder Castings, Infos unter www.pfefferkoerner.de.
Am 23. März strahlt die ARD ab 8.40 Uhr zwei Folgen mit den aktuellen „Pfefferkörnern“ aus. Die Folgen der zehnten Staffel mit den Szenen aus Lokstedt sind voraussichtlich ab November zu sehen.
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