Die Großen kriegen alles, der TSV Stellingen nichts

Hamburg: Sportplatzring Stellingen |

Ein Kommentar zu den Plänen am Sportplatzring

Was für eine Hängepartie: Seit Jahren will der TSV Stellingen Klarheit, was möglich ist am Sportplatzring. Rundherum sollen hunderte Wohnungen neu entstehen, die großen Freiflächen wecken Begehrlichkeiten bei Stadtplanern und Investoren. Ein Sportverein, der sich den Plänen des Bezirks nicht fügt, hat es da schwer. Der Stellinger Traditionsverein droht zwischen den Interessen von Politik, Bauwirtschaft und Stadtplanung zerrieben zu werden. Frei nach dem Motto: Wenn du nicht spurst, dann bleibt halt alles so, wie es ist.
Der TSV hat gute Gründe, da zu bleiben, wo er ist. Erstens besitzt der Verein dort das Grundstück, auf dem sein Clubheim steht. Er kann nicht einfach so verdrängt werden. Zweitens sind die Gesundheits- und Fitnessangebote, mit denen der TSV sich für die Zukunft wappnen will, gerade in einem neu entstehenden Wohnquartier sinnvoll. Und nicht an einer abgelegenen Brache wie an der Vogt-Kölln-Straße.
Komisch, dass Politik und Bezirksverwaltung hier noch keine kluge einvernehmliche Lösung gefunden haben, wo sich das Bezirksamt doch sonst für seine innovativen Planungen so gern auf die Schulter klopft. Dass sowas geht, haben die Planer vor Jahren am Lokstedter Steindamm bewiesen. Als das dortige Betriebssportgelände bebaut wurde, entstanden hochwertige Ersatzflächen, denen die ansässigen Vereine ETV und SC Victoria ihren heutigen Boom mit zu verdanken haben. Aber vielleicht liegt das daran, dass diese Riesen besser vernetzt sind in Lokalpolitik und Hamburger Sportlobby als der relativ kleine TSV Stellingen.
Der Verein verlangt nichts Unverschämtes. Er verlangt nur das, was die anderen großen Clubs auch immer fordern: Gute Entwicklungschancen und vielleicht noch einen Zuschuss hier und da. Die Großen bekommen das meis- tens, der TSV offenbar nicht. Spart Hamburg schon für ein Vielleicht-Olympia?
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