Diakonie-Klinikum: Mehr Geld für Mitarbeiter

Warnstreik von Mitarbeitern des Agaplesion Diakonie-Klinikums: Dem Druck der Gewerkschaft gab die Geschäftsführung schließlich nach. Ab 1. Oktober können Beschäftigte in einen neuen Tarifvertrag wechseln, mit dem sie mehr Geld bekommen. Foto:pr

Agaplesion-Klinikum lenkte im Tarifstreit mit Gewerkschaft ver.di ein

Mitarbeiter des Agaplesion Diakonie-Klinikums an der Hohen Weide in Eimsbüttel bekommen mehr Geld: Im Tarifstreit mit der Gewerkschaft ver.di lenkte die Geschäftsführung ein. Es ist der Schlusspunkt eines monatelangen Konflikts. Mehrfach hatte ver.di zu Warnstreiks aufgerufen. Das Klinikum zog vor Gericht, um das zu unterbinden – und unterlag. Schließlich gab es doch Tarifverhandlungen mit ver.di.
Ab 1. Oktober können Angestellte in den Kirchlichen Tarifvertrag der Diakonie (KTD) wechseln. Bisher galten die Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie (AVD), die nach Ansicht der Gewerkschaft einen Großteil der Beschäftigten schlechter dastehen lassen als Tarifwerke an anderen Hamburger Krankenhäusern.
Die Geschäftsführung hingegen hatte stets betont, dass ein Großteil der Mitarbeiter von den KTD nicht profitieren würde. Laut Geschäftsführer Jörn Wessel bekommt damit maßgeblich Personal im Bereich der Intensivstation, der Ambulanz um im OP mehr Geld. Etwa 200 bis 250 Euro brutto würde der neue Tarif den Angestellten zusätzlich bringen. Ärzte und leitendes Personal fahren laut Wessel mit den bisherigen Regelungen besser.
Die etwa 1.000 Mitarbeiter des Klinikums können nun bis Ende des Jahres entscheiden, ob sie in den neuen Tarifvertrag wechseln. Alle neu eingestellten Beschäftigten werden automatisch nach diesem System bezahlt.
Klar ist: Der KTDkostet das Klinikum mehr. Wie viel Agaplesion nun zusätzlich zahlen muss, möchte Wessel nicht sagen. Er hält nach wie vor an der Grundauffassung fest, dass die alten Regelungen für das Selbstverständnis des Klinikums als christlicher Krankenhauskonzern passender wären. Letzlich bewogen ihn der Druck über die Warnstreiks und die Schlappe vor Gericht dazu, einzulenken. „Es gab verhärtete Fronten, der Frieden im Unternehmen war uns wichtiger. Insofern wollen wir den Wünschen vieler unserer Beschäftigter entsprechen“, so Wessel.
„Wir sind sehr zufrieden“, sagte Gewerkschaftssekretär Arnold Rekittke. Er gehe davon aus, dass fast alle Mitarbeiter die neuen Tarife in Anspruch nehmen, da sie damit mehr Geld bekämen.
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