Der Wochenmarkt bleibt, wo er ist

Erfolg für Markthändler und Anwohner: Am Schlump wird es vorerst keine Leihauto-Station auf der Wochenmarktfläche geben.
Hamburg: U-Bahn Schlump |

U-Bahnhof Schlump: Hochbahn verzichtet auf Leihauto-Station

Freude und Erleichterung bei den Anwohnern und Marktleuten am U-Bahnhof Schlump: Mit ihrem hartnäckigen Einsatz haben sie es geschafft. Der Wochenmarkt bleibt an gewohnter Stelle, die Pläne für eine Leihauto-Station sind vorerst vom Tisch.
Darum ging es: Die Hochbahn wollte einen sogenannten Switch-Punkt einrichten, an dem Fahrgäste leicht von der U-Bahn auf Leihautos und Fahrrader umsteigen können. Direkt gegenüber des U-Bahn-Ausgangs an der Gustav-Falke-Straße sollten mindestens zwölf Parkplätze für Mietwagen von car2go oder Europcar dauerhaft eingerichtet werden. Der Wochenmarkt (montags und donnerstags) hätte ein Stück weiter ziehen müssen. Händler befürchteten Einbußen, weil sie dann für Laufkundschaft nicht mehr sichtbar gewesen wären. Anwohner aus der Gustav-Falke-Straße machten sich für den Verbleib des Markts am angestammten Platz stark. Alternativvorschläge, die Autos an anderer Stelle im Umfeld der Station zu parken, hielt die Hochbahn nicht für sinnvoll.
„Gegen den Willen der Anwohner werden wir nicht bauen“, sagt Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum. Die Pläne wandern jetzt „in die Schublade“.
Die Bezirkspolitik hatte vorgeschlagen, auch andere Stellen im Bezirk für eine Switch-
Station prüfen zu lassen – unter anderem am Dammtor, bei Hagenbecks Tierpark, an der Elbgaustraße oder am Tibarg. Kreienbaum ist da skeptisch: „Schlump ist für uns optimal. Das Angebot muss da hin, wo es wirklich gebraucht wird.“

Was ist „Switch“?


Neues Angebot mit einem komischem Namen: „Switchh“ nennt die Hochbahn Stationen, an denen Fahrgäste leicht von einem Verkehrsmittel auf das andere umsteigen können (switch heißt übersetzt: umschalten, umsteigen). Leih-Fahrräder, Radgaragen und Mietwagen sollen dabei an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt vorhanden sein. Bisher gibt es hamburgweit sechs Switch-Stationen, unter anderem am Berliner Tor, am Bahnhof Altona, an der
Kellinghusenstraße sowie in Wandsbek, Bergedorf und Harburg.
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