Der Unfug mit den Radfahrstraßen

Der Senat setzt auf den Ausbau der Radfahrstraßen. Den Anfang dieser jüngsten Initiative macht die Einrichtung von Radfahrstraßen rund um die Außenalster. Begonnen wurde am Harvestehuder Weg, trotz erheblicher Widerstände. Engstirnig setzte sich der Senat dabei darüber hinweg, dass entlang des Harvestuder Weges ein intakter Radweg existiert. Um die Radfahrer auf die Straße zu zwingen, sollte dieser aufgegeben, renaturiert, werden. Nun ist das passiert, was vorausschauende Köpfe schon vorher prophezeit hatten: Die Radfahrer fühlen sich sichtlich unwohl auf der Straße, meiden diese deshalb in der Mehrzahl, weil das Gefährdungspotenzial durch den motorisierten Verkehr zu hoch und weil das Schlangenlinienfahren aufgrund der jetzt auf der Fahrbahn parkenden PKW nicht jedermanns Sache ist. Wie nicht anders zu erwarten, gab es auch schon einen Unfall, an dem ein Radfahrer beteiligt war. Nun wurde bekannt, dass die Maßnahme überdacht und auch überarbeitet werden soll und was ganz wichtig ist: Der Radweg entlang des Harvestehuder Weges soll erhalten bleiben. Da fragt sich natürlich der Bürger, warum wurde überhaupt eine solche Planung, die überflüssig wie ein Kropf ist, vorangetrieben? Will der Senat vor der bevorstehenden Bürgerschaftswahl im Lager der Radfahrer punkten? Aller Wahrscheinlichkeit nach ist dem so, denn anders ist es nicht zu erklären, dass trotz der erkennbaren Pleite im ersten Planungsabschnitt die Umsetzung des Gesamtkonzeptes weiter vorangetrieben werden soll.
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2 Kommentare
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Benjamin Harders aus Blankenese | 18.01.2015 | 16:31  
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Günter Dorigoni aus Eimsbüttel | 18.01.2015 | 17:36  
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