Der Luxus-Tunnel zur Messe

60 Meter lang, knapp sieben Meter breit: Der neue Tunnel zwischen der Kehre Sternschanze und Messegelände ist nach mehr als zwei Jahren Bauzeit fertig. (Foto: pr)

Bahnhof Sternschanze: Unterführung wurde für 11,6 Millionen Euro neu gebaut

Mehr als zwei Jahre Baustelle und Umwege für Fahrgäste von U- und S-Bahn: Das ist nun fast vorbei. Der neu gebaute Tunnel zwischen der Kehre Sternschanze und dem Messegelände ist eröffnet worden. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was wurde gemacht?

Der Tunnel zwischen U-Bahngebäude und Messegelände ist komplett neu gebaut worden. Bisher gab es einen „provisorischen“ Durchgang, der die U-Bahn-Station mit dem S-Bahnsteig und dem Karolinenviertel verband. 2012 lief die Genehmigung dafür aus – daher nun der große Neubau.

Was hat sich verbessert?
Der neue Tunnel ist deutlich größer als der vorherige: 60 Meter lang, knapp sieben Meter breit. Zusätzlich gibt es nun einen Ausgang zur Kehre vor dem U-Bahn-Gebäude. Wichtigster Punkt: Zwischen Messe und Schanzenpark kommt man nun ohne Treppensteigen hin und her – ist also auch einfach für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte. Der Durchgang zur U-Bahn soll Anfang 2016 fertig sein.
Kritik gabs an den Dimensionen und Kosten. Insgesamt 11,6 Millionen Euro verschlang der Neubau. Da hingen immer wieder Protestzettel an der Baustelle, auf denen von „Irrsinn“ und „Millionenverschwendung“ die Rede war.

Was ist mit dem U-Bahn-Zugang?

Bleibt weiterhin eine Barriere mit Treppen. Für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte oder Eltern mit Kinderwagen ist der U-Bahnhof schon seit Jahren ein Ärgernis, weil es keinen Lift gibt. Das wird auch noch einige Zeit so bleiben.
Das Problem: Die Haltestelle ist so eng, dass sie wahrscheinlich komplett neu gebaut werden muss, um einen Fahrstuhl zu installieren. Laut Hochbahn wird es damit wohl erst nach 2020 losgehen.
An sich sollen laut Senat bis 2020 alle Haltestellen der U-Bahn barrierefrei – also mit Fahrstühlen oder Rampen ausgestattet – sein.
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