Der Beet-Streit vom Heußweg – ein Kommentar

Störte keinen, erfreute viele: Das alte Beet am Heußweg, um das der Streit tobte. (Foto: pr)

Eimsbüttel braucht mehr Hobby-Gärtner – danke, Herr Böhle!

Es ist schon eine Kunst, einen halben Stadtteil gegen sich aufzubringen. Das Bezirksamt Eimsbüttel hat es in diesem Sommer geschafft – mit der Räumung von einem Quadratmeter „illegalem und gefährlichem“ Beet. Die harten Hunde vom Grindelberg kamen sogar als Lachnummer ins Satire-Magazin Extra Drei. Gut so.
Aber mal ehrlich:  Das war nicht mehr zum Lachen, das war einfach nur peinlich, bekloppt und beschämend, mit welchen Argumenten da hochbezahlte Behördenmitarbeiter ihre harte Haltung gegen vorbildliches Bürger-Engagement verteidigten.
Null Fingerspitzengefühl, null Verständnis für Menschen, die ihre Nachbarschaft schätzen und verbessern wollen, ohne dafür das Amt erst um Erlaubnis bitten zu müssen.
Noch im Oktober hatte Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke (SPD) gesagt: „Das Beet wird nicht wiederkommen, keine Chance.“ Und nun?
Vielleicht hat der Behördenchef doch begriffen, dass es nicht klug ist, Bürger-Engagement so rüde auszubremsen. Wäre zu wünschen für die vielen weiteren Hobby-Gärtner, die ihre Viertel ehrenamtlich schöner machen. Die Stadt schafft das ja nicht mehr.
Danke, Herr Böhle – danke, Eimsbüttel. Wir brauchen mehr solche Initiativen – und die Gewissheit, dass sie gewollt und geduldet sind.
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