Deckel-Bau: Schnelsen vor Stellingen?

Die A 7 im Bereich Imbekstieg: Es wird noch länger dauern, bis hier der Deckel über die Autobahn gebaut wird.

Geänderte Reihenfolge beim Bau des A7-Tunnels – Bezirkspolitik verärgert

Korrekturen an den Deckel-Plänen: Derzeit liegt der Riesenpacken an Unterlagen, Skizzen und Gutachten zum Bau des Autobahn-Tunnels in Stellingen erneut aus. An vielen Stellen wurde nachgebessert. Folge: Der Baubeginn rückt wahrscheinlich nach hinten. Zudem wird der Abschnitt in Schnelsen vermutlich als erster gebaut. Bisher sollte in Stellingen begonnen werden. Bezirkspolitiker sind sauer.
Was gilt nun? „Es gibt keinen offiziellen Zeitplan“, heißt es von der Stadtentwicklungsbehörde BSU. Bisher liege noch kein Baurecht vor. Das entsprechende Planfeststellungsverfahren für Stellingen soll vermutlich bis Anfang 2013 abgeschlossen werden. Laut Homepage derselben Behörde soll aber in Stellingen in diesem Jahr, in Schnelsen und Othmarschen 2016 mit dem Bau begonnen werden. Dieser Zeitplan würde „überarbeitet“, heißt es. Lärmgeplagte Anwohner in Stellingen müssen sich also offenbar weiter gedulden. Hintergrund: Der Bund als Finanzier des Deckels will den Schnelsener Abschnitt von einem privaten Unternehmen bauen lassen. Das geht offenbar schneller als in Staatsregie.
Unterdessen ist auch Eimsbüttels Bezirkspolitik mit einem Vorschlag abgeblitzt. Die Forderung: Im Bereich des Imbekstiegs sollte die Hansestadt Grundstücke ganz kaufen. Bisher war dort geplant, nur unbedingt für die Baustelle benötigte Streifen im Garten der Häuser zu erwerben. Folge: Anwohner hätten über Jahre die lärmende Großbaustelle im Garten, die Häuser sind zudem seit Jahren quasi unverkäuflich. Und die Betroffenen kämpfen hartnä-ckig für Verbesserungen. Hätte die Stadt die Grundstücke, wäre sie auch diesen Konflikt los. Doch das lehnte die Verkehrsbehörde ab: Es werde nur das gekauft, was für den Bau unbedingt notwendig ist, so die Antwort.
Auch deswegen sind so manche Lokalpolitiker auf die
jüngsten Entwicklungen nicht gut zu sprechen. Fabian Klabunde (GAL) zum Beispiel sieht in dem geänderten Fahrplan der Bundesbehörde „Gutsherrenart aus ferner Berliner Sicht“. „Denen ist das Lärmproblem vor Ort offenbar egal.“

Das wird geändert: Beispiele
Ein paar Detail-Änderungen an den Plänen gibt es in Stellingen.
So ist vorgesehen, in Höhe der Kieler Straße über den künftigen
Deckel einen extra Rad- und Gehweg anzulegen.
Mit geänderten Ampelschaltungen sollen mehr Autos als bisher die für die Bauzeit vorgesehene Notbrücke in Höhe Wördemanns Weg passieren können, um Staus zu vermeiden.
In den Randbereichen des Deckels soll weniger Erde als bisher vorgesehen aufgeschüttet werden. Effekt: Der Deckel ragt nicht so deutlich heraus.
Die geänderten Unterlagen können bis Dienstag, 22. Mai, im Bezirksamt Eimsbüttel, Grindelberg 66, Raum 306, eingesehen werden. Mehr Infos im Internet unter www.hamburg.de/np-a7-stellingen
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