Dauer-Stau beim Deckelbau?

Die A 7 in Stellingen wird in den kommenden Jahren zur Großbaustelle. Doch aus Sicht der zuständigen Behörde gibt es keinen Anlass, sich Sorgen über Staus und Schleichverkehr in Wohngebieten zu machen. Foto: rs

Behörde sieht keine Probleme – Bezirkspolitiker fordern Pläne gegen Lärm und Schleichverkehr

Von Reinhard Schwarz, Stellingen – Was kommt mit dem De-ckelbau und der Erweiterung der A 7 auf die Stellinger zu? Während die zuständige Planungsbehörde sich ganz entspannt gibt, befürchten Kommunalpolitiker ein Verkehrschaos in der Region. Konzepte gegen Schleichverkehr sowie gegen zu erwartenden zusätzlichen Lärm gehören zu den Standardforderungen der Politik vor Ort. Was plant der Senat? Zusätzliche Umleitungsstre-cken? Das wollten kürzlich CDU-Abgeordnete wissen.
Die Antwort fällt aus CDU-Sicht dürftig aus. Zusätzliche Umleitungsstrecken seien nicht vorgesehen, „um eine Verlagerung der A7-Verkehre auf das nachgeordnete Netz nicht zu fördern“, heißt es in dem Senatspapier. Zudem erwarte die Fachbehörde keine „signifikanten Verkehrsumlagerungen“ im Berufsverkehr und in den Ferienzeiten. Anders gesagt: Weil mit Staus während der vermutlich vierjährigen Bauzeit nicht zu rechnen ist, ist auch ein „Plan B“ nicht vorgesehen. Während der Bauzeit wird die Zahl der jetzigen Fahrspuren beibehalten, jedoch deren Breite auf zwei Meter verengt.
Weiter heißt es in der Senatsantwort: „Auf nicht vorhersehbare Ereignisse wie beispielsweise Unfälle kann durch die Fachbehörden nur situativ reagiert werden.“ Kurz: Passiert doch einmal ein Unfall – was eigentlich nicht vorgesehen ist – werde der Situation entsprechend reagiert, aber mehr auch nicht. Klar, dass so eine Formulierung ein gefundenes Fressen für die Opposition ist, die dem Senat und der zuständigen Wirtschaftsbehörde Untätigkeit vorwirft. „Die Ignoranz des Senats gegenüber seinen Bürgern ist nur schwer erträglich“, erklärte der Bürgerschaftsabgeordnete Olaf Ohlsen (CDU) aus Eidelstedt. „Probleme werden nicht dadurch gelöst, dass man sie leugnet und aussitzt.“
Eine Forderung der Eimsbütteler Kommunalpolitik wird allerdings erfüllt: Der Eimsbütteler Marktplatz soll so umgebaut werden, dass der Verkehr über den Holstenkamp auf die Schnackenburgallee geleitet wird. So soll die Kieler Straße als Autobahnzubringer entlastet werden. Die Behörden hatten sich dieser Forderung gegenüber jahrelang taub gezeigt.
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