Das wird laut: Beiersdorf lässt Bunker abreißen

Betonriese hinter Bäumen und weißer Metallverkleidung: Der Bunker am Wiesingerweg 23a soll ab April abgerissen werden. Beiersdorf plant dort ein Bürogebäude.

Voraussichtlich ab April wird es ungemütlich am Wiesingerweg in Hoheluft

Sie sind Relikte aus kriegerischen Zeiten: Gleich drei Bunker stehen am Beiersdorf-Gelände in Hoheluft. An einem Fußweg zwischen Wiesingerweg und Eidelstedter Weg ragen die Stahlbetonklötze empor. Einem von ihnen geht es bald ans Gemäuer: Der Nivea-Konzern hat den Bunker am Wiesingerweg 23a gekauft und plant den Abriss. Beginn: voraussichtlich im April. Nur wenige Meter weiter stehen Wohnhäuser. Die Bewohner werden über Monate Lärm und Dreck ertragen müssen. Am Dienstagabend (7. Februar) informiert Beiersdorf die Anwohner über die Pläne, zuvor gingen Briefe an die Nachbarschaft.
Das Unternehmen hat das Grundstück mitsamt Bunker voriges Jahr gekauft. Eine Auflage im Vertrag ist der Abbruch. Geplant ist dort an der Ecke ein neues Bürogebäude. Alle Bunker stehen im Prinzip einer möglichen Vergrößerung des Betriebsgeländes im Weg. Sind sie weg, kann Beiersdorf über noch mehr Fläche verfügen. Der Konzern hat daher Interesse daran, auch diese Grundstücke zu bekommen, um sein Gelände zu „arrondieren“, wie es heißt. Darüber reden mag man nicht so recht in der Presseabteilung.
Zumindest für den mittleren Betonklotz, parallel zur Quick- bornstraße, laufen nach Wochenblatt-Informationen Gespräche. Eigentümer dieses Bunkers ist der Bund, der Klotz am Eidelstedter Weg gehört der Stadt Hamburg.
Mit dem Abbruch des Bunkers am Wiesingerweg 23a hat Beiersdorf eine Spezialfirma beauftragt. Die Arbeiten werden nach Schätzung der Experten etwa vier Monate dauern. Besonders laut wird es, das dicke Dach des Bunkers und das Fundament zu zerkleinern. Die Arbeiten sollen „weitestgehend“ montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr vonstatten gehen. Klar ist: Während des Abbruchs wird es ziemlich ungemütlich rundherum. Denn auch der Schutt muss über den schmalen Wiesingerweg abtransportiert werden.
Als erster Schritt kreist die Kettensäge: Bis Ende Februar werden neun Bäume auf dem Bunkergrundstück gefällt.
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Susanne Hennings aus Hoheluft-West | 09.02.2012 | 12:11  
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