Das war 2015: Wohnungsbau brutal?

Eimsbüttel braucht schnell viele günstige Wohnungen – werden deshalb Hochhauspläne wieder aus der Schublade geholt?

Hochhäuser in Parks – wie ein April-Scherz die Leser schockte

Günstiger Wohnraum ist knapp in Eimsbüttel. Daran haben auch tausende genehmigte neue Wohnungen in den vergangenen Jahren nichts geändert. Von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt ist kaum etwas zu spüren. Manche Familien ziehen da schon nach Blankenese, weil sie hier einfach nichts finden konnten.
Wird gebaut, wird es enger und dichter in Eimsbüttel. Ärger mit Nachbarn und möglicherweise Klagen sind nicht selten. Keine leichte Sache für Politik und Verwaltung, da die Balance zu finden. Wo kann man noch bauen im dichtbesiedelten Kerngebiet? Soll man das letzte freie Fleckchen opfern? Hochhäuser hochziehen, Wohnungsbau brutal? Offenbar trauen die Bürger ihren Politikern durchaus solche Grausamkeiten zu. Wie sehr viele Eimsbütteler solche Lösungen fürchten, zeigte ein April-Scherz. Das Elbe Wochenblatt veröffentlichte am 1. April die vermeintliche Geschichte über neue Pläne des Senats: „Hochhäuser im Grünen. Rot-Grün will Parks bebauen“. Darin wurde über Entwürfe für zwölfstöckige Neubauten im Innocentiapark, Wehbers Park, Schanzenpark, Am Weiher und in Stellingen berichtet. War alles erfunden, Satire.
Die Reaktionen waren jedoch eindeutig: Empörung, Fassungslosigkeit, Tränen. Entschuldigung, das wollten wir nicht. Aber: So fern sind solche Szenarien vielleicht doch nicht. In zehn, 20 oder 30 Jahren. Wer weiß.
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