Das ist Stellingens neuer Polizeichef

Seit 25 Jahren bei der Polizei Hamburg, nun Chef für 100 Mitarbeiter in Stellingen: Wolfgang Austen in seinem Büro. (Foto: Calvi)

Wolfgang Austen leitet das Kommissariat 27 – fünf Fragen an ihn

Jenifer Calvi, Stellingen

54 Jahre alt, knapp 1,90 Meter groß und im Dienst nur in Uniform: Wolfgang Austen ist der neue Leiter des Polizeikommissariats (PK) 27. Künftig betreut
Austen mit seinen etwa 100 Kollegen die Stadtteile Eidelstedt und Stellingen. Woher kommt der Mann, was hat er vor? Das Elbe Wochenblatt sprach mit dem gebürtigen Sauerländer.

EW: Die Sauerländer werden ja als sturköpfig beschrieben: Sind Sie das auch?
Wolfgang Austen: Ja, diese Eigenschaft wird einem Sauerländer nachgesagt. Aber bedingt durch meinen früheren Dienstort Köln bin ich auch sehr rheinländisch geprägt. Sehen Sie mich als Mischung von beidem an: Beharrlich ein Ziel verfolgen, nicht über jede Kleinigkeit aufregen und mit Spaß bei der
Sache sein.

EW: Die turbulentesten Hamburger Reviere haben Sie bereits hinter sich …

Austen: Seit 2009 war ich an fünf verschiedenen Polizeikommissariaten als Stabsleiter und damit Vertreter des Leiters tätig. Die spezifischen Problemlagen im Schanzenviertel, den FC St. Pauli betreffend, in St. Georg, Bergedorf, Altona und zuletzt in der City, dem Herzen der Stadt, haben mich gut auf die neue Aufgabe vorbereitet. Dass man mir die Leitung des PK 27 übertragen hat, ist für mich ein Zeichen der Anerkennung – wie auch Herausforderung und Motivation zugleich.

EW: St. Pauli oder HSV?

Austen: Naja, früher stand meine St. Pauli-Tasse auf dem Schreibtisch. Jetzt habe ich sie erstmal in den Schrank gestellt.

EW: Sind aus Ihrer Sicht genug Polizisten da für Stellingen und Eidelstedt?

Austen: Das Wichtigste vorweg: Wer 110 ruft, dem wird geholfen. Sie sehen aber an der gegenwärtigen Einstellungsoffensive der Polizei, dass wir den Personalbestand insgesamt aufstocken wollen. Ein deutliches Zeichen, dass die
personelle Situation verbessert werden muss. Davon ist
auch das PK 27 betroffen.

EW: Wie sollten Autofahrer mit dem Stau auf der A7 umgehen?
Austen: Am besten mit Gelassenheit. Drängeleien und unachtsame Fahrstreifenwechsel sollten unterbleiben. Jeder Verkehrsunfall trägt dazu bei, dass sich die Staulage zuspitzen kann. Auch mal umsteigen auf Bus und Bahn.

Zur Person
Wolfgang Austen ist seit 37 Jahren bei der Polizei, davon 25 Jahre in Hamburg. Er wohnt in Quickborn und bekommt auf der A7 die täglichen Probleme für Autofahrer hautnah mit.
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