Das Hoheluftschiff darf bleiben

Die Schute des Theater Zeppelin bleibt als schwimmende Spielstätte auf dem Isebekkanal erhalten. Betreiberin Stephanie Grau liebäugelt aber mit einem Neubau, der auf der anderen Kanalseite vor Anker gehen soll. Foto: cv

Theaterschute auf dem Isebekkanal kann weitere fünf Jahre genutzt werden

Die Schute darf bleiben: Das Hoheluftschiff auf dem Isebekkanal ist für weitere fünf Jahre gesichert. Im Herbst lief der TÜV für den Kahn ab, auf dem das Kinder- und Jugendtheater Zeppelin seit 2004 probt und spielt. Betreiberin Stephanie Grau hat nun vom Bezirk grünes Licht bekommen, dass es auf dem Schiff weitergehen kann. Unter anderem musste nachgewiesen werden, dass der Rumpf dicht ist und wie dick die Außenwände sind.
Doch für Grau bleibt die Spielstätte auch mit Verlängerung eine Zwischenlösung. Sie hat Pläne für ein neues Schiff, auf dem es mehr Möglichkeiten für einen professionellen Theaterbetrieb geben soll. Das Jugendtheater stößt auf dem Kahn an Grenzen. Es ist eng, das Schiff ist schlecht zu heizen. „Jetzt ist der Innenraum etwa sechs Meter breit, wir bräuchten acht Meter“, so Grau. Ihr schwebt ein zweistöckiger Neubau auf einem Ponton vor. Platz für etwa 120 Zuschauer sollte er bieten – derzeit passen gequetscht 100 Gäste in den Bauch der Schute. Grau möchte auch den Standort wechseln: Am liebsten würde sie auf der nördlichen Uferseite, nahe an der Hoheluftbrücke, vor Anker gehen. Damit wäre das Schiff sichtbarer.
Doch Haken liegen im Detail. Zum einen gibt es wegen des Bürgerentscheids vom Juli 2010 eine Sperre gegen jegliche Veränderungen am Kanal – darunter fällt auch ein Neubau. Zum anderen soll der Ufersaum des Kanals als schützenswerter Bereich im Rahmen eines Parks ausgewiesen werden. Dafür wird noch ein Gutachten erstellt.
Das Bezirksamt gibt derzeit keine Einschätzung ab, welche Auswirkungen diese Punkte auf einen Neubau haben könnten. Aus den Reihen der Politik wird solch ein Neubau grundsätzlich befürwortet. Von der rot-grünen Koalition heißt es, dass ein neues Schiff in etwa so groß sein soll wie das bisherige. Gemeinsam mit Naturschutzverbänden und der Isebek-Initiative soll darüber beraten werden, betonen Anne Schum (SPD) und Roland Seidlitz (GAL). Beide halten den Liegeplatz am nördlichen Ufer für eine gute Lösung.
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