Christuskirche: Sie blasen vom Turm herab

Musikalisches Gebet: Vom Turm der Christuskirche herab blasen Musiker jeden Sonnabend Choräle. Foto: pr
Von Don Tengeler, Eimsbüttel - Blecherne Klänge über den Dächern der Stadt: Sonnabends ab 17.45 Uhr blasen Trompeter vom Turm der Christuskirche, Fruchtallee/Ecke Weidenstieg, aus Choräle. Regionalkantor Friedemann Kannengießer holte diesen protestantischen Brauch nach Eimsbüttel.
In Hamburg hat das Choralblasen bereits eine lange Tradition. Der Brauch stellt ein Gebet da, das vom Kirchturm aus über die Dächer erklingt. So war es der Gemeinde möglich, von der Straße oder von Zuhause aus „mitzubeten“.
Die Tradition wird schon seit dem 17. Jahrhundert ausgübt, bisher gab es das Choralblasen in der Hansestadt nur in der St. Michaelis Kirche, dem „Michel“ in der Neustadt.
Noch bis ins 19. Jahrhundert mussten die dafür eingestellten Musiker, die sogenannten Türmer, sich einen Teil ihres Einkommens in ihrer Gemeinde erbitten.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.