Carsharing in Quartieren - ein Flop?

Was die jüngst vom Hambuger Senat in Auftrag gegebene Studie zum Carsharing an Ergebnissen lieferte, lässt aufhorchen. Im Rahmen des Pilotprojektes "Firstmover" wurden in Eimsbüttel und Ottensen nahezu 600 Haushalte befragt, ob sie bereit wären, auf ihren eigenen PKW zugunsten von Leihwagenstellplätzen zu verzichten. Überraschend war die Erkenntnis, dass 237 Haushalte schon jetzt keinen PKW mehr besitzen. Diesen stehen aber auch 30 Prozent "überzeugte Autonutzer" und 16 Prozent der Haushalte gegenüber, für die das eigenen Auto unverzichtbar sei. Das Ergbnis zu der Kernfrage war allerdings ernüchternd, denn nur 15 von den 272 "Autohaushalten" erklärten sich bereit, das eigene Auto ggfs. abzuschaffen, wenn dafür Carsharingplätze zur Verfügung gestellt würden. Der Senat hat bereits angekündigt, dass er das Projekt dennoch weiterverfolgen werde. Er tut auch gut daran, denn die Studie zeigt doch im Gesamtergebnis deutlich, dass sich in der Gesellschaft ein Wandel in der Moblitätsfrage vollzieht. Alternative Mobilitätsangebote sind deshalb sinnvoll und werden früher oder später auch die erreichen, die diesen heute noch skeptisch gegenüberstehen.
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Kai Dirksen aus Eimsbüttel | 27.03.2017 | 01:32  
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