Café im Hamburg-Haus schließt

 Aus für die Gastronomie im Hamburg-Haus Eimsbüttel: Das Café der Elbe Werkstätten schließt zum Jahresende. (Foto: rs)
Hamburg: Hamburg-Haus |

Eimsbüttels Veranstaltungszentrum hat bald keine Kantine mehr

Von Reinhard Schwarz, Eimsbüttel – Das Hamburg-Haus verliert seinen Treffpunkt, im Veranstaltungszentrum am Doormannsweg gibt es bald keine Kantine mehr. „Das Café wird zum Ende des Jahres geschlossen, weil es nicht rentabel ist“, sagt Karen Schierhorn, Sprecherin des Betreibers Elbe Werkstätten. In dem Café im Hamburg-Haus, links neben dem Haupteingang, arbeiten Menschen mit Behinderungen, die von den Elbe Werkstätten betreut werden.
Die Elbe Werkstätten hatten die Gaststätte am Doormannsweg 12 von den Winterhuder Werkstätten übernommen, mit denen die Elbe Werkstätten 2012 fusioniert waren, erläuterte Karen Schierhorn. Doch das Café trug sich nicht selbst, die Werkstätten mussten zuschießen, so Gaststätten-Chef Roland Berger: „Das hängt mit der Selbstversorger-Regelung zusammen, der zufolge jeder Veranstalter sich selbst versorgen kann. Diese Einnahmen haben uns gefehlt.“ So hätten viele Vereine, die Veranstaltungen im Hamburg-Haus abhielten, ihr Essen selbst mitgebracht. Zudem habe jeder Veranstaltungsraum seine eigene Teeküche.
Das Café im Hamburg-Haus bietet nicht nur ein Frühstück und drei verschiedene Mittagessen – auch vegetarisch – an, sondern auch Kaffee und Kuchen. „Wir sind wie eine Kantine“, sagt Roland Berger, der nun seinen Mitarbeitern erklären muss, dass sie ab dem nächsten Jahr in anderen gastronomischen Einrichtungen der Werkstätten arbeiten werden.
Im Hamburg-Haus befinden sich eine Bücherhalle, eine Elternschule und ein Mädchenzentrum. Zudem tagen dort ab und zu Ausschüsse und die Bezirksversammlung. Weiterhin treffen sich im Haus Vereine zu Tagungen.
Wie soll es weitergehen? Schließlich war das Café und seine Mitarbeiter seit Jahren fester Bestandteil des Hamburg-Hauses. „Wir bedauern die Entscheidung der Elbe Werkstätten GmbH natürlich sehr“, erklärte Bezirksamtssprecherin Aileen Röpcke. „Dennoch können wir den Entschluss nachvollziehen und bemühen uns derzeit um eine alternative Lösung für das Hamburg-Haus. Wie diese aussehen wird, ist jedoch noch völlig offen.“
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