Bunker sind Ende Mai weg

Hoher Aufwand: Rund acht Monate wird der Abriss der beiden Bunker am Eidelstedter Weg nach Abschluss der Bauarbeiten in Anspruch genommen haben. (Foto: cvs)

Beiersdorf lässt am Eidelstedter Weg abreißen – für eine neue Firmenzentrale und einen Spielplatz

Ch. v. Savigny, Eimsbüttel

Der Abriss ist so gut wie abgeschlossen: „Wir befinden uns auf den letzten Metern“, sagt Christina Hoberg, Sprecherin der Firma Beiersdorf, die ihren Sitz in der Unnastraße hat. Bis Ende Mai sollen die beiden Hochbunker am Eidelstedter Weg 6 und 10 komplett verschwunden sein. Das Abtragen der massiven Gebäude hatte auch für Unmut gesorgt, da einer der beiden Bunker denkmalgeschützt ist. In seinem Inneren befinden sich historische Wandmalereien sowie technische, teils noch funktionstüchtige Apparaturen aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Verein Hamburger Unterwelten (HU) hatte vor Ort regelmäßig Führungen angeboten. Wie geht es jetzt weiter? Das Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie funktioniert eigentlich
der Abriss eines Bunkers?

Wandstärke 1,10 Meter, De-ckenstärke 1,40 Meter: So einen Bunker kriegt man nicht so leicht klein. Daher werden die beiden Betonklötze Stück für Stück abgetragen. Zweimal am Tag finden „Lockerungssprengungen“ statt. Um Anwohner gegen Lärm und Dreck zu schützen, sind die Außenwände komplett mit Dämmplatten eingerüstet.

Wofür das Ganze?
Beiersdorf (Tesa, Nivea, Hansaplast), möchte sich erweitern. Geplant ist der Bau einer neuen Firmenzentrale. Zuvor findet am Eidelstedter Weg ein Flächentausch statt: Der Konzern erhält ein bislang städtisches Areal, die Stadt bekommt im Gegenzug Baugrund von Beiersdorf überschrieben. An dieser Stelle soll ein neuer Kinderspielplatz entstehen.

Wann kommen der Neubau und der Spielplatz?
Was kosten sie?

Beiersdorf will frühestens 2017 anfangen zu bauen. Auch der Spielplatz (mit Bolzplatz, Skateanlage, vielen Spielgeräten und einem Matschbereich für Kleinkinder) wird nach Angaben Hobergs durch den Konzern finanziert. Vorgesehene Bauzeit: Juni bis Oktober 2016.

Was passiert mit den Wandmalereien aus dem Bunker?
„Nach unserer Kenntnis sind die Wandbilder eingelagert worden“, so Michael Berndt vom Verein Hamburger Unterwelten. Ob und wo diese gegebenenfalls künftig gezeigt werden könnten, sei zur Zeit noch völlig offen.
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