Bunker-Abriss in Hoheluft: Nun wird gesprengt!

Vorbereitungen für die Explosion am Bunker: In vorgebohrten Löchern wird der Sprengstoff versenkt. (Foto: pr)
Hamburg: Bunker Wiesingerweg 23a |

Bunkersohle am Wiesingerweg ist kaum klein zu kriegen – da muss der Sprengmeister ran

Für das letzte Stück muss der Sprengmeister ran: Nur das Fundament ist vom Bunker am Wiesingerweg 23a in Hoheluft noch übrig. Doch das hat es in sich: 1,80 Meter ist der Beton dick, das kann kein Abbruchbagger so einfach knacken. Geschätzt wurde eine Dicke von 50 Zentimetern. Die Firma Ehlert & Söhne hat daher einen Fachmann engagiert, der mit kontrollierten Sprengungen den Beton aufbrechen soll. "Lockerungssprengungen" nennen das die Fachleute. Für die Nachbarschaft soll das ungefährlich sein.
So geht es: Es werden mehrere Löcher in den Beton gebohrt, darin wird der Sprengstoff versenkt. Auf die Bunkersohle werden schwere Schutzmatten gelegt. Die Sprengung an sich dauert etwa eine Sekunde. Danach sollen die Abrissbagger mit Hydraulikhammer und -scheren die gelockerten Betonteile abtragen.
Für die Anwohner und die umstehenden Häuser sollen die Sprengungen harmlos sein, beteuern die Experten in Schreiben an die Nachbarschaft. "Es kommt zu kurzzeitigen Erschütterungen, die für Menschen spürbar, aber völlig ungefährlich sind", so Eduard Reisch vom Unternehmen Reisch Sprengtechnik. Auch für die benachbarten Gebäude bestehe keine Gefahr. Anwohner werden dennoch gebeten, sich während der Sprengungen nicht im Freien aufzuhalten und die Fenster zu schließen – "reine Vorsichtsmaßnahmen", so der Fachmann. An den umliegenden Gebäuden werden die Erschütterungen mit speziellen Geräten gemessen.
Los geht es voraussichtlich am Montag, 12. November. Stück für Stück werden Teile des Betonfundaments mit Sprengungen gelockert – täglich um 11.30 Uhr und um 16.30/17 Uhr werden die Ladungen gezündet. Insgesamt rechnet das Unternehmen damit, vier Wochen für das Abtragen der Bunkersohle zu brauchen.

Warnsignale:


Ein lang gezogener Ton: Sprengstelle und Straße sofort verlassen!
Zwei kurze Töne: Es wird gesprengt!
Drei kurze Töne: Entwarnung!
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