Brummis raus aus der Warnstedtstraße!

Schwerer Unfall in der Warnstedtstraße: Ein Lkw-Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Truck, schob mehrere Pkw vor sich her und kam erst an einer Rotbuche kurz vor einem Wohnhaus zum Stehen. Anwohner fordern nun verstärkt, dass der Lkw-Verkehr aus der Straße verbannt wird. (Foto: pr)

Anwohner engagiert sich für Verkehrsberuhigung – Behörde lehnt ab

Reinhard Schwarz, Stellingen
Glück im Unglück hatten Anwohner der Warnstedtstraße kürzlich, als ein Lastwagen wie ein Geschoss auf den Gehweg geriet und erst an einer Blutbuche zum Stehen kam – kurz vor einem Mehrfamilienhaus. Der Brummi-Fahrer wurde verletzt, es gab Blechschaden. Aber es hätte auch durchaus mehr passieren können, wenn Fußgänger oder Radfahrer in der Nähe gewesen wären.
Für Anwohner Bernd Wigand (Name geändert) ist der Unfall ein weiteres Signal, dass in der viel befahrenen Warnstedtstraße unbedingt etwas passieren müsse in Richtung Verkehrsberuhigung. Zentrale Forderung: den Schwerlast-Verkehr aus dem Viertel verbannen. „Schon vor zwei Jahren gab es Beschlüsse im Regionalausschuss Stellingen, ein Durchfahrtsverbot für Lkw zu erlassen“, erinnert sich Wigand. „Doch die Verkehrsbehörde lehnt das ab.“ Die Kommunalpolitiker, die sich für eine Beruhigung der Warnstedtstraße einsetzen, beißen bei den Behörden auf Granit.

Verkehrsbehörde will keine Einschränkungen

Laut Verkehrsbehörde ist ein Lkw-Verbot in der Warnstedtstraße nicht zulässig. Sprecherin Susanne Meinecke: „Die Warnstedtstraße ist dem allgemeinen Straßenverkehr uneingeschränkt gewidmet. (...) Im Rahmen dieser Widmung dürfen insbesondere auch Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 Tonnen die Straße befahren, um die im Quartier ansässigen Gewerbebetriebe zu erreichen.“
Nach Auskunft des zuständigen Polizeikommissariats 27, so Meinecke, bestehe in der Warnstedtstraße „nach wie vor keine besondere Gefahrenlage, um ein entsprechendes Durchfahrtsverbot anordnen zu können“.
Für Wigand ist das nicht einsehbar. Die Warnstedtstraße und die benachbarte Randstraße hätten sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Wohnquartier entwickelt, der Anteil der Gewerbebetriebe gehe drastisch zurück: „2014 wurden hier 167 Wohnungen bezugsfertig, aktuell sind 40 Appartements im Bau – das sind mehr als 200 Wohnungen.“

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